National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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und die vorzügliche Qualität der Kohle hatten mich bestimmt, diese Gegend zu besuchen.
Sowohl bei Sü-shui-kōu, dem Schiffahrtsplatz der Stadt Sü-shui-hsien, als am Anlegeplatz
des nördlichen Ufers, fand ich grosse Niederlagen desselben ausgezeichneten Anthracites,
zusammen mit Eisenwaaren aller Art und Roheisen von Shansi, sowie verschiedenen
Gütern aus allen Theilen von China. Als Fundort der Kohle wurde immer der Name
Tsai-hang-shan angegeben, und ich hatte nur dem Kohlentransport mit seinen schwarzen
Spuren entgegen zu gehen, um die eigentliche Localität zu treffen.
Das Nordufer des Hwang-hō ist flach und besteht aus sehr feinem Sand, der bei
Hochwasser weithin überschwemmt sein muss. Doch bald folgt fruchtbarer Boden. Der
Tsin-hō, welcher 15 li von Tshau-pau-tshōnn überschritten wird, fliesst in mehreren seich-
ten Armen in breitem sandigem Bett zwischen zwei Dämmen von grosser Festigkeit. Das
Flussbett ist höher als die angrenzende Gegend. Wahrscheinlich ist dies derselbe Fluss,
welcher, nach der Ansicht der Alten, von der linken Seite in den Hwang-hō fliesst und
jenseits, am rechten Ufer, wieder herauskommt, um als Tsi dem Ocean zuzuströmen¹). —
Weiterhin hatte ich, nach der Karte, noch den Tsin-hō überschreiten sollen, welcher weiter
unten bei Tien-tsin in den Pei-hō mündenden Wei-hō bildet. Doch kam ich nur
über eine Anzahl kleiner eingedämmter Bäche. Ich erfuhr nicht, ob sie verschiedene
Arme desselben Flusses sind.²
Tsing-hwa-tshōnn ist ein grosser, reicher und wichtiger Handels- und Gewerks-Platz.
Hier wohnen die Kaufleute, welche den Handel für das südöstliche Shansi in Händen
haben, die Commissionaire der Kohlengruben und Eisenhütten, und die Spediteure, welche
die zu Schiff und zu Wagen von Süden und Osten ankommenden Güter auf Maulthiere,
oder umgekehrt, verladen; denn hier vereinigen sich mit den von Osten, Westen und
Süden kommenden Fahrstrassen drei Saumwege, welche nach Norden führen. Einer
geht über Yang-tshōng-hsien und Tsin-shui-hsien nach Ping-yang-fu; ein zweiter über
Tsing-tshōng-hsien und Tsin-yuen-hsien nach Ping-yau-hsien; ein dritter über Tsü-tshōu-fu,
Lu-ngan-fu und Tsin-tshau nach Ki-hsien. Dieser Ort liegt, ebenso wie Ping-yau, in der
Ebene von Tsi-yuen-fu. Ein grosser Theil der Waaren, welche auf den zwei letztge-
nannten Wegen gehen, werden unmittelbar weiter durch das Becken von Tü-tung-fu nach
Kwēi-hwa-tshōng oder Kalgan geführt. Thee, Papier, Tabak, Baumwollenzeuge von
Hupei und Medicinküter nehmen in besonders grosser Menge diese Wege. Es gibt
auch in Tsing-hwa viele Eisengiessereien, welche das Roheisen von Shansi verschmelzen.
Hier ist man am Fuss des Tsai-hang-shan. Wir lernten ihn bereits früher³) als den
Abfall des Plateau's gegen die Grosse Ebene kennen; und zwar wird der Name auf die
240 g. M. lange Strecke vom Durchbruch des Tsin-hō (nordwestlich von Hwai-king-fu)
bis zu demjenigen des Hu-to-hō bei Tshōnn-ting-fu angewandt. Seine wirkliche Bedeu-
tung war mir noch nicht bekannt; ich lernte vorläufig als Tsai-hang-shan ein mauerartig
vor mir aufsteigendes und auf der Höhe crenellirtes Gebirge kennen, das hier von W2S
nach O2N gerichtet ist. Sein letzter Abfall gegen die Ebene geht in eine Reihe niederer
Hügel über, die sich zum Theil direct in das Alluvialland senken, zum Theil durch eine
ungefähr 150 Fuss hohe, sich allmälig abdachende Vorstufe davon getrennt sind. Auf
der letzteren liegen die Kohlengruben. Sie sind in drei Gruppen vertheilt, deren
westlichste dem District von Tü-yuen-hsien angehört. Die zweite und mittelste beginnt
20 li östlich von Tsing-hwa und nimmt eine 20 li lange und 5 li breite Zone ein. Die
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