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0452 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 452 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

Ausserhalb des Kreises Fung-tai sind Anthracit und Eisenerze in dem Bezirk von
Tsö-tshöu-fu weit verbreitet. Ling-tshwan-hsien und Yang-tshöng-hsien sind reich daran.
Doch ist die erstere Gegend zu weit von Tsin-kwa gelegen, um in Concurrenz treten zu
können; in Yang-tshöng soll zwar Eisen bereitet werden, aber in geringerer Menge.

5. Von Tai-yang bis zum Rand des Beckens von Ping-yang-fu
(den 1sten bis 4ten Mai).

Entfernungen in li:
Von Tai-yang-tshinn nach Yu-ki-hö 60; — Hwöi-tshwang 45; — Ma-i 50; — Tsin-shui-hsien
20; — Hwang-tsä 25; — Pass Tung-an-ling 10. — Zusammen 210 li oder 63 g. M.

Dieser Weg führt von dem Kohlenplateau über das in unsrer Uebersicht [S. 404]
erwähnte Sandsteinplateau bis an dessen Westrand. Schon der erste Theil bis Yu-ki-hö
gibt ein Bild von dem Bau und den Oberflächenformen, wie sie nun typisch werden.
Von Tai-yang geht es erst auf Löss fort, unter dem hier und da die Kohlensandsteine
ausbeissen. Die Zone des Bergbaues ist 10 li westlich von der Stadt durchschritten,
wo sich noch eine Kohlengrube befindet. Ein schmaler, wenig gebrauchter Pfad zieht
sich von hier auf der Scheide zwischen einer nach Ost und einer nach Südost gerichteten
Schlucht allmälig hinan. Dann öffnet sich ein grosser Kessel nach Süden. Der Weg
führt um seinen obersten Rand herum nach einem schmalen Grat zwischen ihm und
einem anderen, nach West gerichteten Thalkessel, welcher bereits dem Becken des Tsin-
hö angehört. Hoch oben erreicht man einen romantisch gelegenen und von Wald umge-
benen Tempel und bald darauf ein Dorf; von diesem geht es steil hinab nach der Tiefe
des Kessels, in welcher das nach dem Thalbach genannte Dorf Yu-ki-hö liegt.
Ein lehrreicher Blick bietet sich dort, wo sich der Weg auf der Passhöhe lang hin-
zieht. Das Land im Osten liegt tief unter uns. Bei klarem Wetter müsste es sich
weithin als eine hügelige Fläche mit breiten Thälern darstellen, und vielleicht würde man
jenseits derselben im Südosten als eine noch tiefere Stufe die Ebene des Hwang-hö sehen
können. Im westlichen Halbkreis des Compasses hingegen sehen wir leicht gewellte,
aber im Ganzen horizontale Höhenlinien, deren Niveau nur wenig über demjenigen unseres
Standpunktes ist. Alle Thäler sind tief und steil eingeschnittene Schluchten, alle Schich-
ten liegen nahezu horizontal. Es ist klar ersichtlich, dass die Hohenzüge in ihrer
Gesammtheit ein zweites Plateau bilden, welches hier 2000 Fuss über demjenigen des
Tai-hang-shan und mehr als 5000 Fuss über dem Meer liegt.
Der geologische Bau ist sehr einfach. Ueber dem vorher beschriebenen System der
Taiyang-Schichten lagern:
1. Sandsteine und Schieferthone der Kohlenformation, mit mehreren kleineren
Flözen.
2. Das Haupt-Anthracitflöz, von schwarzen Schieferthonen begleitet.
3. Eine Folge von meist dunklen Schieferthonen und mürben gelben Sandsteinen.
4. Rothgelbe fettige Schieferthone mit einzelnen dünnen Sandsteinlagen. Dies sind
dieselben Schichten, welche in dem Kessel von Tsö-tshöu-fu söhlig lagern.
5. Grüne und rothe, magere, in ganz feinen Schutt zerbröckelnde, sehr dünn-
schichtige Schieferthone, welche mit einzelnen dünnen Sandsteinlagen wechseln
und daher staffelförmige Gehänge bilden.
6. Mürbe und feste graue Sandsteine, dickschichtig, 100 Fuss mächtig.
7. Bunte Schieferthone wie in 5, ebenfalls mit wenigen Sandsteinschichten wech-
sellagernd. Die vorherrschenden Farben sind: grün, graublan und roth. Mäch-
tigkeit 120 Fuss.
8. Feste Sandsteine von grüner Farbe, sehr ebenflächig, mit weissem Glimmer,
z. Th. von erbsengrossen Quarzkörnern erfüllt; letztere werden auch grösser
und bilden sehr feste Conglomerate.
Dies ist der Anfang der Schichtenfolge, welche in beinahe horizontaler Lagerung das
gesammte zweite Plateau zusammensetzt. Der Kürze wegen bezeichne ich das ganze System,
in dem sich eine weitere Gliederung nicht durchführen lässt, als die Ueberkohlensand-
steine oder Plateau-Schichten. Es ist klar, dass die Kohlenflöze darunter fort-