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0454 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 454 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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Kohlengruben in grosser Zahl. Die Eisenwerke liegen theils in der Nähe der Stadt, theils 30 *li* südlich davon; es ist selbstverständlich, dass sie in unmittelbarer Nachbarschaft guter Kohlengruben angebracht sind.
In dem Gebiet von *Tsin-shui-hsiën* findet sich weder Kohle noch Eisenerz, da hier die productiven Schichten überall von den Plateau-Sandsteinen bedeckt sind. Bei der äusserst ärmlichen Stadt vorüber, steigt man in den letzteren höher und höher an, und zuletzt kommt man zwischen Mauern, die aus rothen und grünen Sandsteinen mit Schieferthonen aufgebaut sind, hinauf nach dem wichtigen Pass *Tung-wu-ling*.

II. Von dem Becken von *Ping-yang-fu* nach dem Becken von *Tai-yuën-fu*.
(den 5ten bis 12ten Mai).

1. Weg durch das Becken von *Ping-yang-fu*, von SSO nach NNW.

Entfernungen in *li*:
Vom Pass *Tung-wu-ling* nach dem Pass *Hsi-wu-ling* 5; — *Lung-kwa* 25; — *Niu-tshwang* 20; — *Tün-ho* 40; — *Kwan-hiau* 40; — *Ping-yang-fu* 50; — *Tün-hü* 70; — *San-thau-ho* 30; — *Ho-tswn* (gegenüber *Shaw-tshang-hsiën*) 35. — Zusammen 335 *li* oder 106⅔ g. M.

An dem Pass *Tung-wu-ling* steht man zwar auf der Wasserscheide zwischen *Tsin-ho* und *Fün-ho*. Aber das Sandsteinplateau ist noch nicht ganz überwunden. Denn im Westen liegt noch ein kleiner lappenförmiger Ausläufer desselben, den man auf dem Pass *Hsi-wu-ling* übersteigt. Beide Pässe sind nahezu gleich hoch und liegen ungefähr 5000 Fuss über dem Meer. Zwischen ihnen rinnt das Quellwasser des *Kuwi-ho* nach Süden hinab¹). Die Schlucht vertieft sich schnell, und man sieht weit hinab die bunten geschichteten Thalwände, bis in die Ferne, wo der Bach, bereits in grosser Tiefe, nach Westen umwendet. Kohlengruben erscheinen, also gerade dort, wo wir sie nach den Lagerungsverhältnissen erwarten mussten.
Der Ausblick vom Pass *Hsi-wu-ling*, auf den wir uns bereits bei der allgemeinen Beschreibung des Löss (Bd. I, S. 65—67) bezogen, muss sich demjenigen, der aus den Engen des Sandsteinplateau's kommt, unvergesslich einprägen. Man steht in einer Einsattelung am Rand des letzteren. Daher ist nach Osten das Gesichtsfeld beschränkt; von einem höheren, mit einem Fort gekrönten Gipfel, der sich nördlich vom *Tung-wu-ling* erhebt, wurden sich in der genannten Richtung dem Beobachter nur ein welliges, durchfurchtes und fast