National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books

> > > >
Color New!IIIF Color HighRes Gray HighRes PDF   Japanese English
0459 China : vol.2
China : vol.2 / Page 459 (Grayscale High Resolution Image)

New!Citation Information

doi: 10.20676/00000260
Citation Format: Chicago | APA | Harvard | IEEE

OCR Text

3. Blaugrünes, kieselig-thoniges
Gestein, muschelig-schalig zer-
bröckelnd . . . . . . . . 30 Fuss.
2. Dünnplattige gelbe und asch-
graue Dolomite . . . . . . 20 ,
1. Gelber Dolomit, dickschichtig, unbestimmt.
Das letztgenannte Gestein steht am unteren Eingang
in die Kluft an; daher lässt sich die Schichtfolge
nach dem Liegenden hin nicht weiter verfolgen.
Mit Nr. 7 endet die Felsenge nach oben, mit 8
beginnt das sanfte Kohlenland. Dieses ist mit Löss
bedeckt, so weit es überblicken konnte.
Das beschriebene Lagerungsverhältniss der koh-
lenführenden Schichten zu beiden Seiten der Ver-
werfungsklüft des Ngo-shan ist in Fig. 88 dargestellt.
In Folge der grossen Verkürzung des Profils nach
der Länge im Verhältniss zur Höhe erscheint die
Neigung der Schichten am Ngo-shan zu stark. Der
Löss bedeckt nicht nur die Höhen, wie man aus
der Zeichnung schliessen könnte, sondern überzieht
alle Thäler und Unebenheiten.
Einige Schalen von Productus semireticulatus,
welche ich aus 27 sammelte, erweisen mit Sicher-
heit das Alter der oberen Schichten als dasjenige der
Steinkohlenformation. Im Allgemeinen stehen
sie daher der Anthracitformation im südöstlichen
Shansi parallel. Vergleicht man die Schichtenreihen
näher, so haben die Kalke manche Analogie mit
den Kohlenkalken anderer Orte von Shansi, sowie mit
denen von Po-shan-hsien in Shantung¹); auch fehlen
nicht die schwarz und braun gewölkten Abänderungen,
die wir für die Kohlenkalke in Tshili als charakte-
ristisch erwiesen²); doch walten bei San-tiau-hö die
Dolomite mehr vor als anderswo. Unter allen Varie-
täten der Kalksteine ist nicht eine einzige, welche
den Sinischen ähnlich ist.
Die kohlenführenden Schichten, deren unterster
Theil durch die Nummern 8 bis 28 dargestellt ist,
entsprechen ihrer Lagerung wie ihrem Charakter
nach denen, welche bei Tai-yang die Eisenerze und
Töpferthone führen³). Und in der That finden sich
auch hier Eisenerze, und zwar Nieren von dunklem
Thoneisenstein mit eingemengtem Spatheisenstein
und Brauneisenstein, in sämmtlichen Schieferlagen;
einige der Lagerstätten dürften abbauwürdig sein.
Auch werden die Thone einzelner Schichten zur
Töpferei benutzt.
Es scheint mithin, dass in diesem Theil der Provinz
Shansi die Steinkohle in einem etwas tieferen Niveau
vorkommt, als im Südosten. Vielleicht hängt damit
die Thatsache zusammen, dass sich hier ausschliess-
lich bituminöse Kohle findet. In Tai-ping-hsien,
Lin-fong-hsien, Hung-tung-hsien, Shau-tiheng-hsien
und anderen, weiter nördlich gelegenen Districten