National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
|
|
Color Thumbnail -
Table of Contents -
Page Number -
Biliographic Information (Metadata) -
Caption -
Color Image -
Gray HighRes. Image -
Facing Pages -
Graphics -
Citation Information
OCR Text
denn die Kohlenschichten bilden nur örtliche Auflagerungen, und die Ueberkohlenschichten
kommen nicht vor.
Bemerkenswerth war es mir, dass ich einige li östlich von Tsing-hsing-hsien einen
isolirten Durchbruch eines doleritartigen zelligen Gesteins sah. Dies war das
erste und einzige Eruptivgestein, das ich im Jahr 1870 auf meinem ganzen
Weg von Hwai-king-fu über Ping-yang-fu und Ping-ting-tshiu bis Tshönn-ting-fu gesehen
habe. Selbst in Flussgerölleu war niemals eines vertreten gewesen.
Endlich, 54 li von Tsing-hsing-hsien, ist bei einem kleinen Dorf die östliche Grenze
des flachhügeligen Landes erreicht. Hier steht man am Abhang jener merkwürdigen
Ostkette, welche wir bereits aus der Ferne gesehen hatten. Sie führt hier den Namen
Hsi-ping-shan, weiter südlich Fong-lung-shan. Einst versperrte sie den von Westen
kommenden Gewässern den Weg und gab zur Bildung eines Sees Anlass; denn an ihrer
Westseite sind Schotterschichten hoch angehäuft und von Löss bedeckt. Sie ver-
hüllen auch auf eine Strecke die Kohlenkalke. Die Kette ist in viele schroffe Gipfel
aufgelöst, die aber in ihrer Gestalt den Kohlenkalkschichten nicht entsprechen, sondern
an die Sinischen Gesteine der nördlicheren Gegenden erinnern. Und in der That zeigen
diese sich unverkennbar. Die Schichten fallen ungefähr 45 Grad in westlicher bis nord-
westlicher Richtung. Die Streichrichtung wechselt von N—S durch NNO—SSW bis
NO—SW. Ich vermochte folgende Schichtenglieder von oben nach unten festzustellen:
Fester Sandstein, weiss und grau;
Krystallinischer Kalkstein;
(Unterbrechung);
Grünlichgraue, hellfarbene, klingende, dünnschichtige Kieselkalke;
Zwischenschichten verschiedener Art;
Globilitische Kalke und Wurmkalk;
Lamellenkalk, grüne und rothe Färbungen wechselnd;
Rothe Schiefer;
(Unterbrechung);
Krystallinischer Kalk mit Knauern und Zwischenblättern von Hornstein;
(Unterbrechung);
Wechsel von krystallinischem, von dünnen Hornsteinschichten durchzogenem La-
mellenkalk, Quarzit, Epidotgestein, rothem Sandstein etc.;
(Unterbrechung);
Grauer krystallinischer Kalk.
An dieser lückenhaften Schichtenfolge ist zu ersehen, dass hier ein Theil jener überaus
mächtigen Sinischen Formationsreihe entwickelt ist, deren ebenso mannigfaltige als
charakteristische Zusammensetzung wir vielfach kennen gelernt haben. Und zwar ist es der
obere Theil. Doch kommen in einer Entblössung bei Hwö-lu-hsien auch rothe Schiefer
und Sandsteine eines tieferen Gliedes zu Tage.
Der Plateaubau von Shansi erreicht hiermit einen überraschenden und vollkommenen
Abschluss. Die Kette steigt von Westen ziemlich sanft an; aber nach Osten kehrt sie
ihre Schichtenabbrüche. Dort fällt sie steil unmittelbar in die Ebene ab; mit ihrem
langen Grat schroff aufstarrender Gipfel bildete sie ein in hohem Grade decoratives
Element, als die Sonne hinter ihr unterging. Wie eine gewaltige Felskuste begrenzt sie
das Meer der Anschwemmungen der Grossen Ebene, und man macht sich leicht ein
Bild ihres Hinabtauchens in dieselben bis zu grosser Tiefe.
An einer Stelle ist eine Lücke in der Kette. Dort liegt die Stadt Hwö-lu-hsien,
die daher im eigentlichen Sinn an das Thor des südlichen Shansi gestellt ist. Dieser
Lage entspricht ihre Bedeutung; denn, wie Tsing-tscr im Süden is, oben S. 399, ist sie
der Brennpunkt für den Handel mit Shansi von Osten her. Es ging, als ich hindurch
kam, ungemein lebhaft zu. Auf dem ebenen Grund vor dem Westhor stand eine unüber-
sehbare Schaar von Eseln, welche Anthracit und Eisenwaaren von Yü-hsien, Shi-pa-tui
und Ping-ting-tshiu herabführten. Einschliesslich der Schaaren dieser Thiere, welche ich
unterwegs von Tsing-hsing-hsien her getroffen hatte, schätzte ich ihre Zahl auf mindestens
zehn tausend. Die meisten Esel gehen leer zurück, da der grosse Waarenverkehr nach
Shansi grösstentheils durch Maulthiere besorgt wird und auch nur für einen Theil jener
Transportkraft ausreichen würde. Bis Hwö-lu werden die Waaren in der Ebene auf
Wagen gebracht. Hier geschieht ihre Verladung auf Lastthiere. Baumwolle, Baumwoll-
1
.
.
.
.
|
.
.
.
.
14
.
.
.
.
|
.
.
.
.
24
.
.
.
.
|
.
.
.
.
34
.
.
.
.
|
.
.
.
.
44
.
.
.
.
|
.
.
.
.
54
.
.
.
.
|
.
.
.
.
64
.
.
.
.
|
.
.
.
.
74
.
.
.
.
|
.
.
.
.
85
.
.
.
.
|
.
.
.
.
95
.
.
.
.
|
.
.
.
.
105
.
.
.
.
|
.
.
.
.
115
.
.
.
.
|
.
.
.
.
125
.
.
.
.
|
.
.
.
.
135
.
.
.
.
|
.
.
.
.
146
.
.
.
.
|
.
.
.
.
156
.
.
.
.
|
.
.
.
.
166
.
.
.
.
|
.
.
.
.
176
.
.
.
.
|
.
.
.
.
186
.
.
.
.
|
.
.
.
.
196
.
.
.
.
|
.
.
.
.
207
.
.
.
.
|
.
.
.
.
217
.
.
.
.
|
.
.
.
.
227
.
.
.
.
|
.
.
.
.
237
.
.
.
.
|
.
.
.
.
247
.
.
.
.
|
.
.
.
.
257
.
.
.
.
|
.
.
.
.
267
.
.
.
.
|
.
.
.
.
277
.
.
.
.
|
.
.
.
.
287
.
.
.
.
|
.
.
.
.
297
.
.
.
.
|
.
.
.
.
307
.
.
.
.
|
.
.
.
.
317
.
.
.
.
|
.
.
.
.
327
.
.
.
.
|
.
.
.
.
337
.
.
.
.
|
.
.
.
.
348
.
.
.
.
|
.
.
.
.
358
.
.
.
.
|
.
.
.
.
368
.
.
.
.
|
.
.
.
.
378
.
.
.
.
|
.
.
.
.
388
.
.
.
.
|
.
.
.
.
398
.
.
.
.
|
.
.
.
.
408
.
.
.
.
|
.
.
.
.
418
.
.
.
.
|
.
.
.
.
429
.
.
.
.
|
.
.
.
.
439
.
.
.
.
|
.
.
.
.
449
.
.
.
.
|
.
.
.
.
459
.
.
.
.
|
.
.
.
.
469
.
.
.
.
|
.
.
.
.
479
480
481
482
483
|
.
.
.
.
489
.
.
.
.
|
.
.
.
.
499
.
.
.
.
|
.
.
.
.
509
.
.
.
.
|
.
.
.
.
519
.
.
.
.
|
.
.
.
.
529
.
.
.
.
|
.
.
.
.
539
.
.
.
.
|
.
.
.
.
550
.
.
.
.
|
.
.
.
.
560
.
.
.
.
|
.
.
.
.
570
.
.
.
.
|
.
.
.
.
581
.
.
.
.
|
.
.
.
.
591
.
.
.
.
|
.
.
.
.
601
.
.
.
.
|
.
.
.
.
611
.
.
.
.
|
.
.
.
.
622
.
.
.
.
|
.
.
.
.
632
.
.
.
.
|
.
.
.
.
642
.
.
.
.
|
.
.
.
.
652
.
.
.
.
|
.
.
.
.
662
.
.
.
.
|
.
.
.
.
672
.
.
.
.
|
.
.
.
.
682
.
.
.
.
|
.
.
.
.
692
.
.
.
.
|
.
.
.
.
702
.
.
.
.
|
.
.
.
.
712
.
.
.
.
|
.
.
.
.
722
.
.
.
.
|
.
.
.
.
732
.
.
.
.
|
.
.
.
.
742
.
.
.
.
|
.
.
.
.
752
.
.
.
.
|
.
.
.
.
762
.
.
.
.
|
.
.
.
.
772
.
.
.
.
|
.
.
.
.
782
.
.
.
.
|
.
.
.
.
792
.
.
.
.
|
.
.
.
.
803
.
.
.
.
|
.
.
.
.
813
.
.
.
.
|
.
.
.
.
823
.
.
.
.
|
.
.
.
.
834
.
.
.
.
|
.
.
846
Copyright (C) 2003-2026
National Institute of Informatics
and
The Toyo Bunko. All Rights Reserved.