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0490 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 490 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

In grossartigerer Entwickelung treten die archaischen Formationen ausserhalb des
grossen Kohlenfeldes, in der Südwest-Ecke der Provinz, auf. Schon die äusseren
Umrisse des mächtigen Yö-shöng-shan deuteten auf krystallinische Schiefer¹); die
Gerölle im So-shai bestätigten die Vermuthung dieser Zusammensetzung²). Mit
geringerer Sicherheit konnten wir diese für den im Südwesten sich anschliessenden
Tshu-yu-shan annehmen, während sie sich für den Fong-tiau-shan aus der Gestalt
der Kammlinie und Gehänge, sowie aus dem Gebirgsschutt mit Sicherheit schliessen
liess³). Wir fanden bei Kiai-tshöu und westlich davon Glimmergneiss und
Hornblendegneiss nebst vielen Abänderungen von Granit. Letzteren beobach-
tete ich nirgends gebirgsbildend. Er scheint nur als Eruptivgestein in den Gneissen
vorzukommen und ist, ebenso wie im nördlichen Shansi, älter als die Sinische For-
mation. Gneissgranit scheint ebenso zu fehlen wie dort.
Die Wutai-Formation habe ich nicht beobachtet. Doch scheint sie süd-
lich vom Yö-shöng-shan vorzukommen. Der Missionar Herr Wellmann in Peking
berichtete mir, dass er auf dem Weg von Yuën-kü-hsien (am Hwang-hö) gegen Norden
fortdauernd über grüngefärbte Schiefer gegangen sei, welche ein wildes und
schluchtenreiches Gebirge zusammensetzen.
Die Sinische Formation kommt wenig zur Geltung. Wir hatten ihr die
mächtig entwickelten festen rothen Sandsteine zuzurechnen, welche südlich von
Yü-hsiang-hsien dem Gneiss des Fong-tiau-shan in Muldenform auflagern⁴). Unzwei-
felhafte Obersinische Kalksteine fanden wir etwas weiter nördlich, wo sie die Ge-
birge im Norden von Wonn-hsi-hsien zusammenzusetzen und den Südrand des
grossen Kohlenbeckens zu bilden scheinen⁵). Auch nehmen sie am Bau des
Hsiau-Mieu-shan theil⁶), und sie verrathen sich durch ihre Gebirgsformen im nörd-
lichen Theil des Hö-shan. Aus Gebilden der Sinischen Formation besteht ausser-
dem der Ostrand des ganzen Gebirgslandes bei Hwo-lu-hsien⁷). Der schroff auf-
ragende Zug, den sie aufbauen, tritt in solcher Weise auf, dass ihm eine gegen
Süden an Bedeutung wachsende Rolle zugeschrieben werden muss. Wahrscheinlich
wird in anderen Theilen des Ostabfalles der Gebirge des südlichen Shansi gegen
die Grosse Ebene eine erhebliche Entwickelung Sinischer Gebilde nachgewiesen
werden.
Es bot sich an meinem Reiseweg keine Gelegenheit zur Sammlung hinreichen-
den Beobachtungsmaterials, um die stratigraphische Entwickelung der Sinischen
Formation im südlichen Shansi mit derjenigen in anderen Gegenden zu vergleichen.
3. Carbonische Formationsreihe. — Allem Aelteren gegenüber nehmen
die nun folgenden drei grossen Gruppen durch die Gleichförmigkeit ihrer Lagerung
eine Stellung als geschlossenes Ganzes ein. Es sind: der Kohlenkalk, die
Gruppe der productiven Steinkohlengebilde und die flözleeren Pla-
teau-Sandsteine. In grossartiger Einfachheit breiten sie sich über den grössten