国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

> > > >
カラー New!IIIFカラー高解像度 白黒高解像度 PDF グラフィック   日本語 English
0492 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 492 ページ(白黒高解像度画像)

New!引用情報

doi: 10.20676/00000260
引用形式選択: Chicago | APA | Harvard | IEEE

OCR読み取り結果

ÜBERSICHT DER PROVINZ SHANSI.

In verschiedenen Richtungen haben unsere im Vorhergehenden beschriebenen
Wege uns durch die Provinz Shansi geführt. Um nun ein Bild des gesammten
Landes zu erhalten, fassen wir die einzelnen gewonnenen Thatsachen vergleichend
zusammen und ergänzen sie durch einige Beobachtungen betreffs der Bevölkerung,
der Producte und des Verkehrs.

Die Gestalt der Provinz Shansi, innerhalb ihrer politischen Grenzen, ist ein
Oblong, dessen Längsseiten von Nord nach Süd gerichtet sind und sich durch
beinahe sechs Breitengrade erstrecken, während der westostliche Durchschnitt fast
allenthalben etwas mehr oder weniger als 150 g. M. beträgt. Das Areal wird zu
3102 deutschen Quadratmeilen (170,853 □Kilom.) angenommen. In ihrem ganzen
Umfang ist die Provinz ein hochgelegenes, fast durchaus gebirgiges Land. Die
östliche Hälfte der politischen Südgrenze und die südliche Hälfte
der Ostgrenze fallen auf die Höhe der Bruchränder, in denen die gesammte
Bodenanschwellung nach der Grossen Ebene abfällt, und welche, von dort aus den
Anblick eines mauerförmigen Gebirges bietend, bei den Bewohnern des Flachlandes
den Namen Tai-hang-shan führen¹). Der Absturz selbst gehört, ebenso wie die
unten ausgebreiteten ebenen Landschaften, den Provinzen Hönan und Tshili an.
Doch werden wir, um das Zusammengehörige nicht zu trennen, das ganze Hoch-
land bis an den Fuss des Gebirges in unsere Betrachtung einschliessen. Die
nördliche Hälfte der Ostgrenze zieht quer über Gebirgsketten hinweg,
welche sich von Shansi in nordöstlicher Richtung nach Tshili hinein erstrecken.
Wir können an ihrer Stelle eine natürliche Scheidelinie nicht finden und haben
daher im achten Capitel die nördlichsten Theile beider Provinzen zusammen be-
schrieben. Auch jetzt werden wir vielfach auf das Nachbargebiet überzugreifen
haben. Der Verlauf der Nordgrenze ist ein Resultat historischer Entwickelung,