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0501 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 501 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

hin steigen die Schichten von Westen her an, während an der Ostseite ein Herab-
sinken stattfand. Zum Theil mag dies nach Art einer einfachen Verwerfung, wie
wir sie am San-tiau-hô (Fig. 88) fanden, geschehen sein; aber entlang unserem
Weg war jedes Mal eine Schleppung der herabsinkenden Schichten zu bemerken,
so zwar, dass die Wand des westlichen, stehen gebliebenen Theils mit ihren hori-
zontalen Schichtungslinien hoch ansteht und die Verwerfung anzeigt, der östliche
aber starke Biegungen, Berstungen und Stauungen erkennen lässt, ehe er die
Natur einer horizontalen Staffel in etwas tieferem Niveau, als die obere Terrasse,
annimmt. Bald darauf steigen auch seine Schichten gegen Osten nach der näch-
sten Verwerfungskluft an, bei welcher sich die Erscheinung in ähnlicher Weise
wiederholt. Die Steinkohlenschichten sind auf allen Staffeln erhalten, aber der
Anthracit zeigt durch seine Zertrümmerung den starken Druck an, welchen er
durch die Bewegungen erlitten hat. Die merkwürdigste Erscheinung bietet der
Schlussstein dieses staffelförmigen Abfalls, indem in der Kette des Hsi-ping-shan
und Fông-lung-shan das Grundgebirge in Form eines hohen, aus Sinischer For-
mation aufgebauten Zuges noch einmal zum Vorschein kommt und unmittelbar die
Ebene begrenzt. Während wir ohne sein Dazwischentreten ein sehr einfaches Bild
von der Natur des gesammten Plateau-Abfalls haben würden, wird der Bau hierdurch
verwickelt. Denn da das genannte Gebirge die Streichrichtung der Bruchspalten und
des Gebirgsrandes nicht genau theilt, so kann er den letzteren weiter südlich nicht
bilden, und es wird eingehender Untersuchung bedürfen, um den Bau der östlichen
Plateau-Abfälle ganz verstehen zu können.

4. Das südwestliche Shansi.

Ganz verschieden von den bisher betrachteten Theilen von Shansi ist der
Gebirgsbau im äussersten Südwesten. Ich habe (S. 445) die scharfe Scheidelinie
beschrieben, welche den Plateaubildungen der Steinkohlenformation im Süden
durch die von Ost nach West gerichtete Furche des Kwei-hô und des sie fort-
setzenden Unterlaufes des Fônn-hô gesetzt ist. Gerade wie im Nordosten, befinden
wir uns wieder auf dem alten Grundgebirge, und dasselbe herrscht noch aus-
schliesslicher als dort, da hier Kohlengebilde überhaupt nicht vorzukommen schei-
nen. Es ist das Küstenland des Steinkohlenmeeres. Ehemals war es wahrscheinlich
entlang der ganzen Grenzlinie hohes Gebirgsland, da es das Niveau der höchsten
Plateau-Sandsteine überragt haben muss; jetzt ist es gerade in unmittelbarer Nahe der
alten Grenzlinie durch Denudation und Versenkungen grossentheils in ein niedriges
Hügelland umgewandelt. Genau lernte ich selbst nur den Nordabhang des Fông-
tiau-shan (s. S. 449 ff.) kennen. Die in beinahe gerader Linie gestreckte, starre und
lange Mauer, in welcher dieses aus Gneiss, Granit und einer muldenförmigen Auf-
lagerung wahrscheinlich ältester Sinischer Sandsteine bestehende Gebirge im Norden
abgebrochen ist, zeigt eine der bedeutendsten Gebirgsverwerfungen an; denn das
ganze nördlich vorliegende Land senkt sich gegen die Mauer, und obgleich sich
an ihr Ablagerungen von Salzseen in grosser Mächtigkeit niedergeschlagen haben,