国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0505 |
China : vol.2 |
| 中国 : vol.2 |
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gezeichnet sie anderwärts ist, findet hier eine vollständige Lücke statt, indem selbst
der sonst hocherhobene Bruchrand von der Versenkung mit betroffen wurde. Der
Boden der Ebene ist von sehr verschiedener Beschaffenheit. Wir fanden frucht-
bare, salzige und sandige Strecken. Kochsalz und andere Salze werden gewonnen.
4. Das Becken von Ping-yang-fu. In diesem spielt der ebene, aus
salzreichem See-Löss bestehende Thalboden eine geringere Rolle als in den bisher
genannten Becken. Dagegen tritt der Land-Löss in solcher Lagerung auf, dass
seine Oberfläche die vollständigste Beckenform hervorbringt, und da er im Westen
und Osten bis zu steilen Gesteinswänden heranreicht, welche eine wirkliche Ein-
fassung der Mulde bilden, so können wir erst an ihnen die Grenzen der letzteren
suchen. In diesem Sinn ist die Breite des Beckens von West nach Ost bei Ping-
yang-fu 46 g. M. Sie wächst ein wenig weiter südlich, beträgt aber nordwärts,
bei Hö-tshöu, wo sich im Osten der Hö-shan als Grenze einschiebt, nur noch 22
g. M. Die Länge von N nach S ist ungefähr zu 53 g. M. anzunehmen, das Areal
zu 120 deutschen Quadratmeilen, während der Flächenraum des ebenen Bodens
kaum den zwölften Theil davon beträgt. Die westliche Grenze wird durch die
steile Verwerfungsmauer des Ngo-shan gebildet, und wiederum finden wir die
Erscheinung, dass dort die Lössanhäufungen am geringsten sind. Ungleich grössere
Mächtigkeit erreichen sie im Osten, wo die Mauer des Plateau-Sandsteins weit
weniger hoch und steil über der Unterlage ansteigt. Der Alluvialboden ist auch
hier salzhaltig, so dass Steinsalz daraus gewonnen wird. An geologischen Ele-
menten, welche einigermaassen zur Erklärung der Versenkung beitragen können,
fehlt es hier nicht. Das hauptsächlichste ist die grosse Verwerfung im Westen,
auf deren Parallelismus mit dem Zug des Hö-shan wir bereits hinwiesen.
5. Das Becken von Kiang-tshöu bildet eigentlich nur einen Theil der
grossen Lössmulde von Ping-yang-fu; aber der ebene Theil muss als ein getrenntes
Seebecken betrachtet werden. Von Einzelheiten ist nur wenig bekannt. Im Norden
geht die Landlössdecke in diejenige des nördlichen Beckens über. Die westliche
und östliche Begrenzung sind die Fortsetzungen der Linien, welche dort die gleiche
Function haben. Bemerkenswerth ist nur die südliche Grenzlinie, welche im Osten
von dem hohen Zug des Yö-shoun-shan, im Westen von niederen Zügen gebildet
wird und stark in Löss gehüllt ist.
Das dritte, vierte und fünfte Becken werden vom Foun-hö durchströmt. Die
Einsenkung von Tai-yüen ist zwar von der Lossmulde von Ping-yang-fu durch
einen Rücken getrennt; aber es zeigte sich (s. oben S. 422), dass der Fluss den-
selben in alter Zeit durchnagt hat. Weniger schroff ist die Verbindung des vier-
ten und fünften Beckens durch den Fönn-hö.
6. Das Becken von Kiai-tshöu. Dieses von NO nach SW gestreckte,
im Osten breite, im Westen sehr schmale Becken senkt sich gegen die Steilwand
des Fong-tian-shan, wo abermals die geringste Anhäufung von Löss ist, während
derselbe im Norden ausserordentlich verbreitet ist und Alles verdeckt. See-Löss
spielt hier eine sehr bedeutende Rolle und ist mit seinem hohen Gehalt an Kalk-
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