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0508 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 508 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

Der Fönn-hö durchzieht die wichtigsten Culturgebiete von Shansi; sein ganzes
Becken, wahrscheinlich von der Quelle an, liegt in den Gebilden der Steinkohlen-
formation. Beinahe überall hat er einen schnellen Lauf. In den Becken verbrei-
tert er sich und theilt sich in Arme, behält aber doch eine rasche Strömung. In
den Durchbrüchen zwischen den Becken ist sein Bett noch felsig und klippig. Er
ist daher nirgends schiffbar, mit Ausnahme einer Strecke von wenigen Meilen
unmittelbar vor seiner Mündung.
Kurz vor der grossen Biegung am Tung-kwan nimmt der Gelbe Fluss, nach
Angabe der chinesischen Karte, den Sö-hö oder Sö-shui-hö, den Fluss des Beckens
von Kiai-tshön, auf. Ich fand ihn im Unterlauf wasserlos; doch mag er im Sommer
bis zu seiner Mündung Wasser führen.
Der Gebirgszug des Föng-tiau-shan, Tshu-yü-shan und Yö-shonn-shan, welcher
aus krystallinischen Gesteinen zusammengesetat ist und eine fortlaufende Wasser-
scheide bildet, liegt dem Gelben Fluss so nahe, dass er ihm nur einige kleine
Flüsse, wie den Hau-tsing-hö und Yüen-shui, zusenden kann. Seinen letzten grossen
Zufluss aus Shansi erhält der Hwang-hö im Tsin-shui, welcher (wiederum mit
Abrechnung der kleinen Krümmungen) eine Länge von 160 g. M. hat, wovon 120
auf den Lauf im Gebirge, 40 auf den in der Ebene entfallen. Er kann als der
eigentliche Strom des im Osten der grossen Becken sich aufbauenden Plateau's
der Ueberkohlen-Sandsteine bezeichnet werden, da kein anderer einen gleich
grossen Theil desselben entwässert, und sein Gebirgslauf beinahe ganz in die
Sandsteine eingeschnitten ist. Erst in der letzten 25 g. M. langen Strecke des-
selben erreicht er die Steinkohlengebilde im Liegenden des Sandsteins und durch-
fliesst bei Yang-tshöng-hsien das Kohlenplateau an einer Stelle, wo es sehr schmal
ist, um sich dann in eine tiefe Schlucht des Kalksteins zu stürzen, aus der er
unmittelbar in die Ebene von Hwai-king-fu tritt. Seine westlichen Zuflüsse, unter
denen wir den Mei-hö (S. 415) näher kennen lernten, entspringen genau am dem
Westrand des oberen Plateau's. Einige andere im nördlichsten Theil reichen mit
ihren Quellarmen nach dem Hö-shan hinan, wo dieser sich unmittelbar an der
Grenze der Sandsteine erhebt. Die Quellen der östlichen Zuflüsse liegen im
Sandsteinplateau selbst. Da wir bei Ueberschreitung des letzteren von Ost nach
West eine durch sehr geringe Neigungen hervorgebrachte flach-muldenförmige
Lagerung der Schichten fanden, so lässt sich annehmen, dass das Flussbecken in
dem geologischen Bau vorgebildet ist.
Der in dem Sandsteinplateau gelegene Theil des Tsin-shui-Beckens ist eine
ärmliche, schwach bevölkerte Gegend. Die schmale Kohlenzone bei Yang-tshöng
ist hingegen ein belebtes, industrielles Gebiet, welches in noch schrofferem Con-
trast zu den darauf folgenden unbewohnten Kalkstein-Engen steht. Die Ebene,
welche der Fluss zuletzt durchströmt, ist eine der vollreichsten von China; wir
werden bei der Beschreibung von Hönan auf sie zurückkommen.
Zuflüsse des Pai-hö. — Die beiden zuletzt betrachteten, im Allgemeinen
meridionalen Flusslaufe des Fönn-hö und Tsin-shui stehen in einem auffallenden