National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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Gegensatz zu den von Ost nach West gerichteten, welche wir im Norden der
Mündung des Fönn-hö erwähnten. Den allseitig (mit Ausnahme des Nordens)
nach der Peripherie gerichteten Wasserabfluss des Hochlandes vervollständigen die
weiterhin zu nennenden Flüsse, welche an der Südostseite und Ostseite desselben
hervorbrechen und seit langer Zeit nicht mehr Glieder im System des Hwang-hö
sind. Politisch gehören nur Theile ihrer Oberläufe zur Provinz Shansi. Da wir
jedoch hier das Hochland bis zum Abfall in die Grosse Ebene betrachten, so
haben wir die Flüsse bis zu diesem wichtigsten Abschnitt ihres Laufes ins Auge
zu fassen. Für ihre Fortsetzungen in der Ebene sind grossentheils die Canäle
entscheidend gewesen, welche der Gelbe Fluss in verschiedenen Perioden des
Alterthums gewählt hat, um seine Gewässer dem Meer zuzuführen. Indem sie
sich in dem einen oder anderen von ihnen vereinigen, fliessen sie sämmtlich nach
dem Pai-hö, den sie gemeinsam bei Tien-tsin erreichen.
Dem südlichen Abfluss gehören einige kleine Flüsse an; unter denen der
Tan-hö der längste ist. Derselbe kommt von dem Sandsteinplateau, entwässert
das Kohlenplateau im District von Fong-tai und eilt dann durch die Kalkstein-
Engen hinab, um in der fruchtbaren Ebene den Namen Wei-hö anzunehmen und
den Rest des südlichen Abflusses in sich zu vereinigen. Bei Wei-hwei-fu betritt er
das älteste bekannte Bett des Hwang-hö¹), um es in der Gegend von Ta-ming-fu
wieder zu verlassen und einem späteren Lauf desselben Flusses nordostwärts zu
folgen. Von Yu-tshong-hsien bis Tien-tsin bildet er einen Theil des Grossen Canals.
Der bedeutendste Fluss, welchen er aufnimmt, und der wichtigste der ganzen
östlichen Gebirgsabdachung, ist der Tshang-hö. Derselbe entsteht aus zwei grossen
Flusssystemen, welche die für mehrere einzelne Zuflüsse sich wiederholenden Namen
Tsing-Tshang-hö und Tshö-Tshang-hö (d. i. »der reine« und »der schmutzige Tshang-
hö«) führen. Sie haben ihre westlichen Quellarme innerhalb des Sandsteinplateau's,
durchziehen in vielen Verzweigungen, bei denen nordsüdliche Richtungen stark
zur Geltung kommen, einen sehr grossen Theil des Kohlenplateau's, insbesondere
die Bezirke von Lu-ngan-fu und Liau-tshöu, und durchbrechen theils noch vor
ihrer Vereinigung, theils nach derselben, die Barrièren, welche ihnen der staffel-
förmige, mit mächtigen Anschwellungen verbundene Abfall des Gebirges entgegen-
setzt. Ihr gesammtes Stromgebiet ist so umfangreich, dass durch zwei Breiten-
grade nördlich vom Austritt des Tshang-hö nur kurze Flüsse in die Ebene hinab-
kommen.
Erst bei Tshoun-ting-fu mündet wieder ein grösserer Strom, der Hu-to-hö.
Obgleich seine Quelle nur 70 g. M. von seinem Austritt in die Ebene entfernt
ist, hat er doch innerhalb des Gebirgsbaues eine Länge von 170 g. M., und diese
Zahl würde mit Hinzurechnung der wahrscheinlich sehr bedeutenden kleineren
Krümmungen erheblich vermehrt werden. Er entspringt am Ta-pai-shan, entwäs-
sert die südlichen Gehänge des Man-tou-shan und den gesammten Wu-tai-shan,
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