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0513 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 513 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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Westlich von dieser Zone ist durch die Verwerfungskluft des Ngo-shan die
gesammte Steinkohlenformation in ein erheblich höheres Niveau gerückt, und ich
habe Argumente für die Annahme gebracht, dass in geringer Entfernung weiter
westlich eine zweite verticale Verschiebung in derselben Richtung stattfindet. Auf
Grund unserer Beobachtungen bei San-tiau-hö (S. 419 ff.) und der mir bekannt gewor-
denen Existenz von Kohlenbergbau bei Hö-tsin-hsien, Ki-tshön, Pu-hsien, Hsi-
tshou, Ning-hsiang-hsien, Ling-hsien und anderen Orten, schlossen wir, dass die
Steinkohlenformation in ihrer Entwickelung, mit Einschluss des Kohlenkalkes und
der Plateau-Sandsteine, das ganze Gebiet zwischen der Verwerfungskluft des Ngo-
shan mit ihrer nördlichen Verlängerung einerseits und dem Hwang-hö andererseits
einnimmt.

Das Gesammt-Areal des Feldes der bituminösen Kohle im westlichen Shansi
lässt sich zwar nicht einmal annähernd angeben; aber es ist wahrscheinlich, dass
es nicht weniger als 1000 deutsche Quadratmeilen beträgt.

Das Gebiet der bituminösen Lias-Kohle bei Ta-tung-fu ist seinem
Areal nach nicht bekannt. Da jedoch die Länge der gegen das grosse Thalbecken
gerichteten Front ungefähr 60 g. M. beträgt, und die Schichten söhlig lagern, so
ist es wahrscheinlich, dass das Kohlenfeld einen nicht unbedeutenden Raum ein-
nimmt. In Anbetracht des Umstandes, dass das Hauptflöz allein eine Mächtigkeit
von 20 Fuss hat, und noch andere Flöze vorhanden sind, werden wir die Ge-
sammtstärke der Kohle mit 30 Fuss nicht überschätzen. Die vortreffliche Beschaf-
fenheit derselben haben wir bereits hervorgehoben. Streckenbau ist nur in geringer
Ausdehnung möglich, da die Flöze nach NW unter das Niveau der Thäler hinab-
sinken.

Es bleiben noch eine Anzahl kleiner Kohlenvorkommen im Nordosten übrig,
von denen ich nur einige anzudeuten vermag. Es gehören dahin die anthracitische,
wahrscheinlich dem Lias angehörige Kohle von Hsi-ning-hsien und Yu-tshön¹) an
der Grenze gegen Tshili, ferner diejenige von Wu-tai-hsien²), und vermuthlich andere
Orte, von denen mir nichts bekannt wurde.

Das ganze, mit kohlenführenden Formationen bedeckte Areal von Shansi lässt
sich auf 1600 bis 1750 deutsche Quadratmeilen schätzen. Nehmen wir an, dass
das Gesammtquantum der bituminösen Kohle demjenigen des Anthracites gleich
sei, so erhalten wir 1,260,000,000,000 Tonnen als das wahrscheinliche Minimum
der in Shansi vorhandenen Kohlenmenge³).