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0517 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 517 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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zwanzigfachen Preis der sogenannten »trocknen« Felder haben. Sie beschränken
sich in den meist engen Flussthälern auf sehr schmale Streifen von Alluvialboden,
zu dessen Bewässerung der Fluss abgeleitet wird, wie wir es z. B. bei Hö-tshöu
sahen¹), und auf diejenigen Strecken innerhalb der alten Seebecken, welche durch
Brunnen berieselt werden können²) und zugleich nicht zu salzreich sind.
Das Gesamt-Areal dieser fruchtbaren Felder dürfte kaum ein Procent der
Bodenfläche der Provinz betragen. Der Rest des Ackerbaues beschränkt sich auf
den nur selten und in geringem Grad bewässerungsfähigen Terrassenlöss; denn
alle von ihm nicht bedeckten Berggehänge sind steril und bringen nur eine Gras-
und Krautvegetation hervor. Der Löss aber ist hinsichtlich seiner Ertragsfähigkeit,
wie ich darzuthun suchte³), von einem reichlichen Niederschlag abhängig. Eine
zu geringe Regenmenge wird sofort aufgesaugt, dringt in die Tiefe und lässt die
Oberfläche trocken. Der Boden muss sich mit Feuchtigkeit anfüllen, wenn die
besondere Fruchtbarkeit der porösen Erdart zur Geltung kommen soll. Ich habe
im Volk allgemein die Ansicht verbreitet gefunden, dass in früherer Zeit der Regen
in grösserer Menge und ebenmässiger gefallen sei, als gegenwärtig, da er sich
jetzt mehr und mehr auf einzelne kurze Perioden vertheile, dann aber in Strömen
herabkomme und durch Abschwemmung des Bodens oft grosse Verheerung in den
geneigten Feldern anrichte. Diese Aenderung der klimatischen Verhältnisse hängt
wahrscheinlich mit der vollkommenen Ausrottung der Wälder zusammen. Es gibt
in ganz Shansi gegenwärtig keine zusammenhängende Waldstrecke; nur hier und
da trifft man kleine, mit Gebüsch oder höherem Baumwuchs bestandene Striche.
Man wird sich dann nie vergebens nach dem Tempel umsehen, dessen geheiligtes
Eigenthum sie sind. Wie Oasen heben sie in der Erinnerung des Reisenden aus
den bei allem Interesse öden Landschaften die üppigbewachsenen Kalksteinschluch-
ten am San-tiau-ho (S. 419), am Tempel Pi-lo-sz' (S. 411) und anderen Stellen
hervor. Wenn diese Beispiele den Beweis geben, dass die lossfreien Berggehänge
fähig sind, einen Waldwuchs zu tragen, so ist es wahrscheinlich, dass sie in
früherer Zeit damit bedeckt gewesen sind. Jetzt nehmen die heftigen Regengüsse
den wenigen übrig gebliebenen Boden von den Gehängen hinweg und spülen ihn
in die Flüsse, die ihn dem Land entführen; der kahle Fels tritt zu Tage, und
nur der Löss ist noch im Stande, seine Unterlage schützend zu bedecken. Einst
waren gerade die Lössregionen die reichsten Kornkammern. Damals, als die
Wälder wahrscheinlich noch bestanden, wurde die Fruchtbarkeit des auch ohne
Dünger ertragreichen Bodens durch gleichmässige Regenverteilung zur vollen
Geltung gebracht. Jetzt ist die Ernte von den zufälligen jährlichen klimatischen
Wechseln abhängig. In trockenen Jahren fällt sie vollständig aus; kommt aber
dann einmal ein fruchtbares Jahr, so ist ein Ueberfluss an Lebensmitteln vorhanden.