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0528 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 528 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

Osten ist, habe ich bereits dargestellt. Es liesse sich noch das Salz von Lu-tsun
und die Kohle von Ho-tsin-hsien hinzufügen. Mit diesen Ausnahmen, denen sich
einige wenige andere zugesellen mögen, ist fast die ganze Handelsbewegung von
Süd nach Nord gerichtet. Einige Beispiele werden dies darstellen.
Ich beginne im Süden. An einer anderen Stelle¹) erwähnte ich, dass süd-
lich vom Pass Han-hsin-ling zwei Ernten gewonnen werden, nördlich davon nur
eine. Da nun das Becken von Tai-yüen-fu sehr dicht bevölkert ist, so ist die
Folge davon ein Strömen von Getreide nach Norden. Als ich am 21sten Decem-
ber 1871 über den genannten Pass von Norden her kam, begegnete ich den ganzen
Tag über einem beinahe ununterbrochenen Zug von bepackten Eseln. Ich zählte
deren 520 in 90 Minuten. Die Last bestand ausschliesslich in Weizenmehl und
Weizenkörnern. Letztere kamen vom Süden überhaupt; ersteres von Hung-tung-
hsien, wo es eine Menge Wassermühlen gibt. Da jeder Esel 100 bis 150 (im
Durchschnitt etwa 120) kin trug und die Arbeitszeit von 4 Uhr früh bis 7 Uhr
Abends dauerte, so gingen an diesem Tag ungefähr 200 metrische Tonnen Mehl
und Getreide über den Pass. Nicht minder erstaunlich war die Menge des Tabaks.
Ich begegnete einem Zug von 95 Kameelen, die mit je 400 kin des Blattes von
Ku-wu-hsien für die Markte von Ping-yau-hsien und Kwei-hwa-tshöng, beladen
waren, und doch schätzte ich dies nur auf den fünften Theil des Tabaks, der an
demselben Tag auf Wagen, Maulthieren und Kameelen bei mir vorübergeführt
wurde. Auch Baumwolle aus dem südwestlichen Shansi und den benachbarten
Theilen von Shensi und Hönan war stark vertreten, während baumwollene Gewebe
eine geringe Rolle spielten. Sie werden nach Shansi aus der Ebene am unteren
Han gebracht und nehmen den östlichen Weg über Tsing-hwa. Salz von Lu-tsun,
etwas Thee von Hankön, Papier von Ping-yang-fu, Potasche von Wonu-hsi-hsien,
rother Chilipfeffer, eine ausserordentliche Menge von Leim aus der Gegend von
Han-tshung-fu in Shensi und die ebenso mannigfaltigen als voluminosen Gegen-
stände der chinesischen Materia medica bildeten den Rest der mir naher bezeich-
neten Gegenstände der Fracht. Fast sämmtliche Lastthiere kehren leer nach Süden
zurück; nur die Wagen waren nach dieser Richtung beladen, meist mit Assort-
imenten von allerlei von Hwo-lu kommenden Gütern für die kleinen Kaufleute an
den einzelnen Orten. Europäische Waaren, besonders Baumwollenwaaren, nahmen
eine hervorragende Stellung unter ihnen ein.
Eine andere bemerkenswerthe Stelle war der Pass Yen-münn-kwan²), über
welchen der Weg von Ta-tung-fu nach Kiai-tshöu führt. Noch mehr als am Han-
hsin-ling ist der ganze in meridionaler Richtung gehende Verkehr von Shansi hier
auf Eine Linie concentrirt. Daher geht es ungemein lebhaft zu. Die Zahl der
von Süden nach Norden gehenden beladenen Kameele und Maulthiere, denen ich
an einem Tag begegnete, schätzte ich auf mindestens 2000. Ein Zug von 300
Kameelen war mit chinesischen Baumwollenzeugen beladen, die von Hwo-lu kamen