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0540 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 540 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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Das Thal des Ju-hö ist ein fruchtbarer Garten. In einer Breite von 5 bis 7 g. M.
füllt sein Alluvialboden den Raum zwischen den Thalrändern aus. Der Fluss durchströmt
ihn in vielen Armen, die nicht breite, sandige Betten haben, wie der Sha-hö, und durch
den schnellen Lauf des Wassers ein steiles Gefäll anzeigen. Sie führen in grosser Masse
Gerölle von Melaphyr und Augitporphyr; der letztere enthält Zeolithmandelm. Ich
habe nicht ersehen können, woher diese Gesteine stammen. Das Thal ist belebt. Hohe
Baumgruppen umgeben die zahlreich zerstreuten Dörfer und unterbrechen die Einförmig-
keit des ebenen Bodens. Die Hauptstadt Ju-tshön ist jedoch nur von mässiger Grösse.
Eine an fremdartigen Gestalten reiche, zu eingehender Untersuchung auffordernde Gebirgs-
welt entwickelt sich hier dem Blick, und zwar gegen Norden wie gegen Westen. Wir
haben auf unserem bisherigen Weg ein mächtiges Kettengebirge und ein demselben vor-
gelagertes Plateau durchschritten; es folgt das breite Thal.

Gebirge im Norden des Ju-hö. — Jenseits des Thalbodens erhebt sich ein
von WNW nach OSO streichendes Gebirge, dessen Gipfel 1500 bis 1800 Fuss über dem
Alluvium aufragen. Es führt den Namen Hsiung-shan («Bärengebirge») und hat die Gestalt
einer langen Kette, deren einzelne Glieder wieder flache Rücken ohne hoher aufragende
Gipfel sind. Die Südgänge sind steil und haben, wie es scheint, in dem östlich von
Ju-tshön gelegenen Theil ein Fussgestell von krystallinischen Schiefern, denen, ähnlich
wie am Hwang-ku-pi-tzü in Shantung (s. S. 190), eine in ihren staffelförmig abgebrochenen
Schichten deutlich erkennbare Sedimentformation aufgelagert ist, und zwar mit einer Neigung
von ungefähr 25° nach Nord. Da das Gebirge kahl ist, kann man erkennen, wie das
Fussgestell sich im Westen nach der Tiefe hinabzieht, und die in einem schiefen Winkel
zur Gebirgsrichtung, nämlich ungefähr von WSW nach ONO, streichenden Schichtgebilde