国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0558 |
China : vol.2 |
| 中国 : vol.2 |
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OCR読み取り結果
zende Zug des Ming-shan. Der Oberlauf des bei Ling-pau-hsien in den Hwang-hô
mündenden Hung-nung-hô und das Thal des Lô-hô, sowie dasjenige des I-hô,
zeigen dieselbe Richtung an, welche sich in dem Mauerabfall des Föng-tiau-shan
mit grösster Schärfe zu erkennen gibt.
8. In dem spitzen Winkel, welchen diese Züge mit dem Fu-niu-shan bilden,
breitet sich das in 5) bezeichnete Gebiet schollenartig verworfenen Tafellandes und
massenhaft emporgedrungener Eruptivgesteine aus. Im westlichen Theil waltet
noch die Richtung des Lô-hô-Thales und des Föng-tiau-shan; im östlichen folgen
der Fu-hô, Sha-hô und andere Flüsse der Richtung des Kwenlun. Die letztere
scheint sich in den archaischen Zügen der mitten aus diesem Tafelland hoch auf-
ragenden Gebirgsgruppe des Sung-shan zu wiederholen, welcher der allein übrig
gebliebene Theil eines nördlichen Parallelzuges zu sein scheint. Seine Trennung
vom Fu-niu-shan und seine Isolirung müssen sich schon in der archaischen Zeit
vollzogen haben, da er von nicht gefalteten Sedimenten der Sinischen Formation
umgeben ist.
9. Mit Ausnahme des Sung-shan und der Eruptivgesteine besteht das ganze
Gebirgsland zwischen Fu-niu-shan und Hwang-hô, so weit die Beobachtungen
reichen, aus Schichtgesteinen der Sinischen Formation, welchen solche der pro-
ductiven Steinkohlenformation, mit Uebergehung des Kohlenkalkes, meistentheils
gleichförmig unmittelbar aufgelagert sind. Die Schollen sind im Süden wie im Nords
des Sung-shan von Bruchlinien begrenzt, welche das Kwenlun-Streichen haben, und
fallen sämmtlich nach Norden ein, so dass sie nach Süden steile Ränder kehren,
gerade wie der Kiu-li-shan an der Südseite des Hauptgebirges. Eine geringere
Regelmässigkeit in den Verwerfungen ist in dem Kohlenplateau von Lu-shan zu
beobachten und mag dort mit den Eruptionserscheinungen zusammenhängen.
10. Vergleicht man das in 9) betrachtete Bergland mit den in 6) und 7) erör-
terten Gebirgszügen, so scheint es, dass die letzteren von jüngerem Alter sind als
der Fu-niu-shan; denn wo jetzt der Föng-tiau-shan sich steil erhebt, bestand zu
der Zeit, als sich die in Figg. 95, 96 dargestellten, wahrscheinlich untersinischen
Sandsteine ablagerten, ein aus steil gestellten, wahrscheinlich untersinischen Schie-
durchbrüchen aufgebautes Land mit abgeschliffener, welliger Oberfläche, und das
Gebirge scheint seine jetzige Gestalt ohne Faltung, nur durch Verwerfung, erhalten
zu haben. Da aber, ebenso wie in den südöstlich folgenden Parallelzügen und im
ganzen südwestlichen Shansi, das Vorkommen von Steinkohle darin nicht bekannt
ist, so muss das ganze Gebiet, im Anschluss an den Tsin-ling-shan, als Festland
aufgeragt haben, als die klastischen carbonischen Sedimente sich zwischen Fu-niu-
shan und Hwang-hô ablagerten. — Wir werden somit die der Richtung
des Föng-tiau-shan und des Lô-hô folgenden Gebirge und Thäler,
dem tektonischen Charakter dieses Theils von Nord-China ent-
sprechend, als wesentlich durch Verwerfung entstanden anneh-
men müssen, und dürfen die Zeit ihrer Entstehung zwischen die
Sinische Periode und die Ablagerung des Kohlenkalkes setzen.
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