National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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533
und ganz beschränkten Stellen gestatten, machen auch ihn zu einem wirksamen
natürlichen Befestigungsmittel. Der einzige weniger schwierige Zugang zu Lö-yang
war von Fu-tshóu her, da hier der Löss zu geringerer Höhe aufgeschichtet ist, und
der Weg durch ihn verhältnissmässig kurz ist. Es war daher von Wichtigkeit,
dass Ju-tshóu stets politisch eng mit Lö-yang verbunden war. Uebrigens drohten
von dieser Seite meist geringere Gefahren, als von Norden und Nordwesten.
Die hohe Lössbedeckung setzt in südlicher Richtung bis zum nördlichen Gehänge
des Fu-niu-shan und Tsin-ling-shan fort und scheint, wenn wir von Lu-shan-hsien
absehen, schon unmittelbar am Gebirge eine bedeutende Mächtigkeit zu erreichen.
Rousset fand sie, als er von Tung-kwan gegen Süden ging, sehr entwickelt auf
der Nordseite des Tsin-shan, während der Südabhang frei davon war. Aber bei
dem Abstieg nach dem Lö-hö, den er östlich von Lö-nan-hsien erreichte, wurde der
Löss wieder herrschend und setzte fort bis zur Wasserscheide gegen den Tan-kiang.
Hier war er vollständig verschwunden. Aehnlich wird es weiter östlich sein, und
es dürfte sich daraus erklären, dass in diesen Gegenden barbarische Stämme so
lange der chinesischen Herrschaft Trotz zu bieten vermochten.
Im Osten setzt die hohe Aufschichtung des Löss, wie ich einzelnen Angaben
entnehmen zu können glaube, um das ganze Sung-shan-Gebirge herum fort, bis
in die Nähe der Strasse, welche Tshóng-tshóu mit Hsiang-tshong-hsien verbindet.
Der Nordrand, welcher dem Südufer des Gelben Flusses folgt, hat ostwärts
von Mong-tsu die bemerkenswerthe Eigenschaft, dass er, gerade wie es an der
Donau in ihrem Unterlauf an der Nordgrenze von Bulgarien der Fall ist, sich all-
mälig in Muldenform von den Gebirgen nach dem Fluss herabsenkt und hier in
einer mehrere hundert Fuss hohen Mauer abgebrochen ist. Da sich im Norden
nach einer Unterbrechung durch Ebene der Steilabfall des Plateau's von Shansi
erhebt, so können wir voraussetzen, dass, wie es anderwärts an ähnlichen Stellen
vorkommt¹), die Steppenfläche sich einst lang herabzog gegen jenen Mauerabfall
und in dessen Nähe ihre tiefste Stelle hatte. Ich habe bereits (SS. 524, 525) erörtert,
wie der Gelbe Fluss, welcher ursprünglich diese tiefste Stelle eingenommen haben mag,
durch die von den Flüssen von Shansi herabgeführten Sedimente nach Süden gedrängt
werden und sich in dieser Richtung weiter und weiter in den Löss einschneiden
musste.
Klima und Producte.
Das wechselvolle Bodenrelief von Hönan und die Lage der Provinz in der
Mitte von China kennzeichnen sich in Hinsicht auf die klimatischen Verhältnisse
und deren Einfluss auf die Vegetation. Die hohen Gebirge erhalten Niederschläge,
auch wenn das niedere Land verhältnissmässig trocken bleibt, und die grosse Zahl
tief in die Gebirge eingeschnittener, im Flachland von Alluvien begleiteter Flüsse
deutet im Allgemeinen auf Wasserreichthum. Der Mangel an Wäldern aber macht
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