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0581 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 581 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

DIE PROVINZ SHENSI.

Wir hatten nach Durchwanderung der Provinz Shansi den Gelben Fluss an
seiner grossen Kniebiegung überschritten und hier mit der Festung Tung-kwan den
Punkt erreicht, wo die drei Provinzen Shansi, Hönan und Shensi sich berühren¹).
Wie eine breite, massige Barrière lagern sich die Tafelländer von Shansi mit ihren
steilen Abstürzen nach Ost und Süd vor das gesammte Land des Nordwestens.
Sie sind schwer und nur an wenigen Punkten zu ersteigen und setzen auch in
ihrem Inneren der Ueberschreitung überall Hindernisse in den Weg. Eine einzige
grosse Verkehrsstrasse, und auch sie nur mit chinesischen Wagen zu befahren, führt
hinüber. Mühsam erklimmt sie von der Grossen Ebene aus das erste und das
zweite Plateau, um dann die südlichen, durch die schwierigsten Löss-Défilé's von
einander getrennten Beckeneinsenkungen dieser Provinz der Reihe nach zu durch-
ziehen. Im Südwesten aber sind schon innerhalb der Grenzen von Shansi die
Hindernisse überwunden; denn dort senkt sich, nördlich von der Mauer des Fong-
hau-shan, das Land hinab gegen die Flachländer von Shensi. Noch einmal ist die
freie Communication unterbrochen durch den mächtigen Hwang-hô, welcher im
Norden in die Tafelländer selbst eingeschnitten zu sein scheint, ohne Ungleichartiges
zu trennen, und auch hier, ehe er Tung-kwan erreicht, durch ein beiden Provinzen
angehöriges Flachland fliesst.

Ausser dieser Fahrstrasse ist es nur Eine andere, auf welcher Tung-kwan von
Osten her erreicht werden kann. Es ist die von Hô-nan-fu, deren durch die mäch-
tig angehäuften Lössmassen verursachte Beschwernisse wir oben auf Grund der
spärlich vorhandenen Aufzeichnungen dargestellt haben²). Auch haben wir auf die
strategische Bedeutung des Platzes, wo die Festung steht, hingewiesen³).

Blickt man von Westen her auf die Festung und das Land von Shansi und
Hönan, welches sich zu beiden Seiten der hier von West nach Ost gerichteten