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『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0586 |
China : vol.2 |
| 中国 : vol.2 |
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OCR読み取り結果
Stadt ist nicht lebhaft; denn obwohl sie als Durchgangsplatz und Knotenpunkt grosser
Strassen eine wichtige Stellung hat, dient sie doch nur für den Transitverkehr. Selbst als
Nachtquartier wird sie wegen der militärischen Organisation gern von den Reisenden und
Carawanenführern vermieden. Gewöhnlich wird für den Verkehr zwischen Shansi und
Shensi die Fahre bei Tsi-king-kwan vorgezogen; aber sie war jetzt wegen ihrer geringeren
Befestigung starker als Tungkwan von Truppen besetzt, welche die Aufgabe hatten, die
mohamedanischen Rebellen abzuwehren, und wurde daher gemieden.
Eine breite, belebte Fahrstrasse führt aus dem westlichen Thor von Tung-kwan hinaus
in das Wei-Thal. Sie hält sich auf der untersten Terrasse, welche an Breite zunimmt
und steil nach dem ebenen Alluvialboden des Hwang-hô und Wei abfällt, während im
Süden die Terrassen des Landlöss über ihr ansteigen. Von beiden Gebilden ist sie
durchaus verschieden; denn sie besteht, wie ich bei dem Anstieg von dem Landungsplatz
von Tung-kwan nach der Stadt beobachtete, aus horizontalen Schichten, in welchen kalk-
reicher Seelöss mit fest cementirtem Kies und Schotter wechselt. Die Auflagerung des
Landlöss auf diesen Sedimenten ist deutlich sichtbar. Auch gibt sich dasselbe Verhältniss
in den zahlreichen Quellen zu erkennen, welche am Fuss des Löss auf der Terrasse
hervorbrechen und als Bäche klaren Wassers über sie nach dem Alluvialboden hinab-
strömen. Im eigentlichen Löss gibt es, wie ich früher hervorhob¹), weder Quellen noch
stehende Gewässer. Auf dieser Terrasse aber breiteiten sich jetzt, trotz der trockenen
Jahreszeit, Tümpel und Lachen aus. Ich habe diese Stelle schon an einem anderen²)
beschrieben und dort die Ablagerungen, nach dem in meinem Tagebuch niedergelegten
Eindruck, als Salzseebilde bezeichnet, welche in diesem Fall wegen der Nähe der hohen
Granitgebirge besonders reich an Schotter und Kies seien. Es dürften aber die Verhält-
nisse darauf zu prüfen sein, ob nicht hier vielmehr alte Sedimente des Hwang-hô selbst
vorliegen, welche er ablagerte, als er vor der Steppenperiode, da mithin der Lauf nach
Osten noch frei lag, hier ein weites Becken durchströmte. Die söhlige Lagerung würde
zu Gunsten einer solchen Auffassung sprechen. Da im Osten einige Gebirgsriegel zu
durchlaufen waren, so mag allerdings hier vormals eine grosse See-Ausbreitung vorhanden
gewesen sein. Aber es ist denkbar und nicht unwahrscheinlich, dass die obersten Schich-
ten von dem Fluss selbst abgelagert wurden. Die Art der in den Geröllen vertretenen
Gesteine und die mehr oder weniger abgerollte Gestalt der ersteren, worüber ich keine
Aufzeichnungen bewahrt habe, müssten zu der Entscheidung dieser Frage beitragen. Nur
die die Gebirgswarnsungen und den höher gelegenen Theilen des Thalbodens stark kalkigen
Sedimente, aus welchen Salze reichlich ausblühen, sind sicher als Salzsee-Ablagerungen
in Anspruch zu nehmen. Wahrscheinlich waren sie früher mächtiger als jetzt und sind
durch Erosion grösstentheils entfernt worden.
Dieselbe Eigenthümlichkeit des Ausblühens von Salzen hat der Alluvialboden, der
sich am Fuss der Terrasse ausbreitet. Ich hatte sie schon beobachtet, als ich von Sê-pa-
ki auf das Thalland von Pu-tchôu-fu hinabblickte³). Zwischen dem Gartenland, in dem
die Stadt liegt, und dem Fluss ist dort ein breiter Streif salzigen, nicht angebauten
Bodens. Aehnliches soll am Fluss häufiger der Fall sein, wie z. B. bei Wonn-hsing-hsien⁴).
Die Erscheinung scheint auf einen Streif Landes beschränkt zu sein, welcher sich zwischen
dem Ueberschwemmungsgebiet und den höher gelegenen Theilen des Thalbodens ausbreitet,
und dürfte ihren Grund darin haben, dass das Grundwasser daselbst nur durch eine
geringe Erdschicht von der Oberfläche des Bodens getrennt ist, daher der Regen diese
Schicht durchfeuchtet und das Aufsteigen der Salze des Grundwassers durch Diffusion
veranlasst. Bei der Verdunstung in der trockenen Jahreszeit bleiben dann die Salze
zurück⁵).
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