国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0626 |
China : vol.2 |
| 中国 : vol.2 |
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OCR読み取り結果
wir damit einen wesentlichen Anhalt für die Entstehungsgeschichte des Tsin-ling-
shan gewonnen haben.
5. Es ist in dieser Zone noch ein Umstand bemerkenswerth, nämlich die
Contactmetamorphose, welche der letzte, südlich fallende, als Zug des
Tsz-pai-shan hoch aufragende Flügel der Antikline erlitten hat. Der Wechsel
von Jaspoidschichten mit krystallinischem Kalkstein, der auf dem
Querbruch gebändert erscheint; die Veränderlichkeit dieser Gebilde, welche durch
die verschiedene Dicke der einzelnen Lagen verursacht wird; das Auftreten einer
reineren, sehr mächtigen Masse von krystallinischem Kalkstein, welcher die riff-
artigen Gipfel des Tsz-pai-shan bildet und in dem tiefen Durchschnitt des Gebirges
unterhalb Tsau-mu-lung an den Thalwänden entblösst wird; die mächtigen, sich
vielfach verzweigenden Gänge von Granit, welche stellenweise, insbesondere bei
dem Tempel Mian-tai-tszĕ, zu grösseren Massen anwachsen — Alles dies wurde
oben (SS. 570, 571) beschrieben. Da es kaum schwierig sein dürfte, erst die einzelnen
kleineren Schichtencomplexe und dann vielleicht auch einzelne Schichten in beiden
Flügeln der grossen Antikline wiederzufinden, so ist hier eine besonders schöne
Gelegenheit für das eingehende Studium des Contactmetamorphismus gegeben.
Zugleich mit dem Granit fanden wir, besonders gegen die Südgrenze der Zone
hin, auch Diorit.
6. Ein ausgedehntes Granitmassiv, das wir bei der Stadt Liu-pa-ting in
einer Breite von beinahe 5 g. M. durchschritten, schliesst den Bau in diesem
nördlichen Theil des Gebirges ab. Es ist eruptiver, schalig zerklüftender, castell-
bildender Granit.
Die genannten drei Zonen: Alter Granit und Gneiss im Norden,
Wutai-Formation in der Mitte und Silurformation im Süden, zu
denen accessorisch einige sporadische Auflagerungen von Stein-
kohlenformation und das Granitmassiv von Liu-pa-ting kommen,
sind die eigentlichen Bestandmassen des Tsin-ling-shan. Sie thei-
len sein Streichen und bedingen eine Gliederung in Zonen und
Bänder, welche der Gebirgsrichtung entspricht.
II. Formationen der Südhälfte des Gebirges.
7. Es folgt nun eine Formation, welche nach petrographischer Entwickelung
und Lagerung von allen vorhergehenden abweicht. Die Thonglimmerschiefer,
Scricitschiefer, Thonschiefer und theils grauwackenartigen, theils
quarzitischen Sandsteine, über welche die Strasse von Hwa-mei-pu bis südlich
von Wu-kwan führt¹), streichen NNW—SSO und fallen nach WSW unter Winkeln,
welche in den tieferen Theilen 70°—50°, in den höheren nur 60°—40° betragen. Da
der Weg nahezu in ihrer Streichrichtung lag, vermochte ich die Entwickelung der
Formation nur unvollkommen zu beobachten. Eine Analogie in Hinsicht auf den
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