National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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petrographischen Charakter, wie auf die Thatsache der vollkommenen Abnormität
der Lagerung, bietet sie nur mit den aufgelagerten Gebilden der Steinkohlen-
formation im nördlichen Theil des Gebirges, und ich bin geneigt, sie derselben
zuzurechnen, um so mehr, als der Granit die Schichten nicht durchsetzt, und auch
eine metamorphische Einwirkung des Granitstockes von Liu-pa-ting auf sie nicht
wahrzunehmen ist. Sie können daher die Altersstufe von Devon und Silur, welche,
in unmittelbarer Nachbarschaft, von solchen Einflüssen stark betroffen worden ist,
nicht angehören, noch weniger einem tieferen Horizont zugerechtnet werden,
während andererseits ein postcarbonisches Alter in hohem Grade unwahrscheinlich
ist. Es fehlen zwar in der Strecke bis Wu-kwan die Kalksteine, welche in der
Steinkohlenformation im Norden von Fong-hsien vorkommen und an dem Aufbau
derselben im Süden des Tsin-ling-shan theilnehmen¹); doch würde ein rechtwinklig
zur Streichrichtung führender Weg ihr Vorhandensein vermuthlich erweisen, und
südlich von Wu-kwan, wo mir allerdings der Schichtenverband durchaus unklar
blieb, traf ich krystallinischen Kalkstein, welcher dem anthracitführenden am Tung-
hö (S. 566) petrographisch genau entspricht.
Es wurde bei der örtlichen Beschreibung darauf hingewiesen, dass diese
Gesteine sich durch weiche Formen auszeichnen, indem die Erosion der Gehänge
eine vollständigere ist, als selbst in der Antikline von Wu-kung-kwan.
8. In jeder Beziehung erweist sich diese Formation als ein örtliches Gebilde,
welches zwar in hohem Grade an der Zusammensetzung des Gebirges theilnimmt,
indem es im Gegensatz zu der nördlicheren Auflagerung der Kohlenschichten) bis
an den Boden des Thales ansteht, welchem wir aber wegen seines nachgranitischen
Alters und seiner von dem Rest des Gebirges abweichenden Lagerungsverhältnisse
nicht sowohl eine Stelle unter den das Grundgerüst aufbauenden Formationen, als
vielmehr die Rolle eines discordant aufgelagerten und bei den späteren Phasen des
Zusammenschubes mitbetroffenen Gebildes anweisen müssen. Aus ihm kommen wir
unmittelbar in einen davon verschiedenen, überaus mächtigen Schichtencomplex,
den wir unter einem Winkel von 60 Grad zu seinem im Allgemeinen von WSW
nach ONO gerichteten Streichen verqueren. Die geradlinige Entfernung des Ein-
trittspunktes bei Wu-kwan von Ma-ping-sz', wo wir die Formation verlassen, beträgt
22 g. M., und da das Fallen, welches erst 50 bis 60° nach SSO beträgt, bald
senkrecht wird und in dieser Stellung bis zur Südgrenze der Formation anhält, so
ergibt sich eine Mächtigkeit von ungefähr 100,000 Fuss für die auf diesem Weg
verquerten Schichten. Die letzteren bestehen im Wesentlichen aus Glimmer-
gneiss, welcher von einem feinen Granitgeäder ganz durchschwärmt
ist. Die Einförmigkeit der Formation wird aber unterbrochen durch Einschaltungen
von Schichtensystemen von krystallinischem Kalkstein. Sechs Mal treten
mächtigere Massen derselben auf, und in jedem dieser Fälle hat es die grössere
Löslichkeit des Carbonates mit sich gebracht, dass die betreffenden Stellen durch
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