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0628 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 628 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

tiefere Erosion, daher Einfurchung des Reliefs und Einschneiden seitlich herein-
kommender Wildbäche, bezeichnet sind. Der ebenfalls von Granit durchschwärmte
Kalkstein setzt nicht scharf gegen den Gneiss ab, sondern es stellt sich jedes Mal
erst eine breite Zone ein, in welcher Gneiss und Quarzit, dann Gneiss und Kalk-
stein theils mit einander wechsellagern, theils in einander übergehen. Im ersteren
Fall haben die alternirenden Schichtgruppen eine sehr verschiedene Mächtigkeit,
welche in einigen grösseren Complexen so weit herabgeht, dass sie als ein Wechsel
sehr dunner Lamellen erscheinen.
Ich kann es nicht unterlassen, die Schlussfolgerung beizufügen, welche sich
mir ebenso unwillkürlich als unwiderstehlich bei Betrachtung dieser Schichten auf-
drangte. Von Fong-hsien bis Nan-hsing hatte ich ein von metamorphischen
Einwirkungen in keinem nennenswerthen Maass betroffenes, ausserordentlich klar
und regelmässig aufgebautes Schichtensystem durchschritten, dessen hervorstechend-
stes Merkmal in dem Auftreten grünlicher Schiefer von dem untersten bis zum
obersten Theil, in dem Hinzutreten von zwischengelagerten Sandsteinen gegen
unten und Kalksteinen gegen oben, und in der eigenthümlichen Art der Wechsel-
lagerung mit letzteren bestand. Diese schien insbesondere ein stets leicht wieder-
zuerkennendes Merkmal zu bilden. — Südlich von Nan-hsing war diese Formation
von dicken Granitgängen und mächtigen Granitmassen durchsetzt. Die metamorphische
Einwirkung war deutlich, blieb aber in mässigen Grenzen. Der Kalkstein war
krystallinisch, die Schiefer fanden sich in festes, splitteriges, jaspoidartiges Gestein
verwandelt. Die Art der Wechsellagerung von Schiefer und Kalkstein gestattete,
abgesehen von dem Gebirgsbau, den sicheren Schluss auf die Identität dieser ver-
änderten Formationen mit den unveränderten im Norden von San-tsha-yi. — Nach
einer Unterbrechung durch die Einschaltung eines Granitmassivs und das Auftreten
der abweichenden Sedimente von Wu-kwan sah ich nun bei zweitägiger Wanderung
fortdauernd Schichtmassen aufgeschlossen, welche bezüglich der petrographischen
Ausbildung in ihrem schieferigen Theil von den vorher beobachteten silurischen
Sedimenten erheblich verschieden waren, hinsichtlich der Art der Wechsellagerung
aber mit ihnen übereinstimmten und in der That bei dem Eingehen in das Detail oft
die überraschendste Analogie darboten. — Waren am Tsz'-pai-shan die dicken und
vereinzelten Granitgänge als die Veranlassung der begonnenen Metamorphose zu
erkennen, so zeigte sich hier der Gneiss, und grossentheils auch der krystallinische
Kalkstein, von einem Granitgeäder vollkommen durchschwärmt, so dass es
auf den Anbrüchen oft schwer gewesen wäre, eine Fläche von einem Quadratfuss
ausfindig zu machen, welche ganz frei von einem Granittrum gewesen wäre. Der
Gedanke, dass hier in Folge dieser Granitdurchdringung eine bis zur
Gneissbildung vorgeschrittene Metamorphose derselben silurischen
Schichtenfolge stattgefunden habe, liess sich nicht zurückdrängen. Auf
Schritt und Tritt glaubte ich die kurz zuvor als kaum metamorphosirte Halbthon-
schiefer und dann als Jaspoid beobachteten Sedimente in dem Gneiss und seinen
Einlagerungen in dem Gneiss und seinen Zwischenschichten wiederzuerkennen. Als