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0643 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 643 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

durch einen Schlag mit dem Hammer in zahlreiche scharfeckige Stücke, häufig
auch in scharfen Sand. Ausserdem kommt hellgrauer, nicht bituminöser Kalkstein
vor, in welchem der Hornstein grosse ästige Knauern bildet.
7) Ein 12 Fuss mächtiger Wechsel von grauem, feinkrystallinischem Kalk-
stein mit 5 bis 6 Zoll dicken wulstigen Kieselschieferschichten.
Beide Gesteine enthalten Reste von Productus, und im Kalk findet sich Spirifer
lineatus.
6) Kohlenführende Schichten, 15 Fuss mächtig. Es sind ockergelbe und graue
kalkige Schieferthone, in denen zahlreiche thierische Reste vorkommen. Da
sie bei der Berührung zerfielen, konnte ich nichts sammeln. Die Schiefer schliessen
in ihrem oberen Theil ein 4 Fuss mächtiges Flöz von schwarzer bituminöser Kohle
ein. Dieselbe ist in einigen Lagen milde und glanzlos, in anderen eine muschelig
brechende, glänzende Pechkohle. Starker Eisenkiesgehalt und Spiegelklüftigkeit
setzen ihren Werth herab.
2) Wechsellagerung von 4 bis 5 Zoll dicken wulstigen Kalkplatten mit dünnen
Lagen von dunkelbraunem, stark bituminösem schieferigem Mergelkalk, welcher
Brauneisenstein führt. Diese Brandschiefer sind voll von marinen Versteinerungen,
besonders Productus, Aviculopecten und spiraligen Gehäusen, welche, ebenso wie
die anderen, flachgedrückt sind, aber sich dank der gute Erhaltung der weissen
Kalkschalen scharf von dem Gestein abheben.
7) Graue Kalksteine mit Hornsteinwülsten. Korallen und Brachiopoden
sind in grosser Zahl eingeschlossen, lassen sich aber schwer herauslösen. Indess
gelang es mir, ein schönes grosses Exemplar von Spirifer lineatus zu erhalten.
Die Altersstufe des Kohlenkalkes ist mithin für diese Schichtenreihe sicher fest-
gestellt. Bei dem Rückweg, den ich etwas weiter östlich nahm, fand ich nicht die
devonischen Versteinerungen. Dagegen zeigten sich hier, in noch auffallenderer Weise,
die silurischen Schichten h den nördlich fallenden Kohlenschichten aufgelagert. Jeder
Zweifel betreffs der stratigraphischen Identität der ersteren wurde durch die Auffindung
eines Halysites catenularius, unmittelbar im Hangenden des Kohlenkalkes, gehoben.

Von Tshau-tièn nach Kwang-yüèn. — Dies ist ein genussreicher Weg; land-
schaftlich bietet sich ein Wechsel grossartiger Ansichten. Die Strasse kann dem Ufer
des Kia-ling-kiang nicht unmittelbar folgen, sondern muss über die steil in ihn abfallenden
Felsvorsprünge hoch hinweg führen. Dabei zeichnet sich deutlich der Schichtenbau der
von dem Fluss quer durchschnittenen Falten. Anscheinend einfach, bietet er doch
schwierige Probleme. Seine Erforschung ist von besonderem Interesse, denn unser Weg
bezeichnet den Uebergang der Tektonik des Tsim-ling-shan zu demjenigen
des Inneren der Provinz Sü-tshwan.
Der Weg beginnt mit einem steilen Anstieg; denn die nördlich fallenden Schichten
der Kohlenkalk-Gruppe, deren äussersten Theil wir so eben beschrieben, zieht westlich
weit fort und wird von dem Fluss durchbrochen. Die Strasse führt an ihren Abbrüchen
in vielen Windungen hinan, bis sie, 1100 Fuss über dem Fluss, in dem engen Pass
Tshau-tièn-kwan die höchste Stelle unmittelbar über einer steilen, nach dem Fluss
abstürzenden Wand, wiewohl noch weit unter dem Gipfel des Berges, erreicht. Sie ist
mit Sorgfalt angelegt, nach der Seite des Steilabfalls mit einer gemauerten Brüstung
versehen und breit genug, dass zwei sich begegnende Züge von Packthieren bequem an
einander vorübergehen können. An den steileren Stellen sind viele hundert steinerne
Stufen angebracht. Bei dem Anstieg kommt man durch die vorher beschriebene Folge
von Plattenkalken und hornsteinführenden Kalken; aber die das Kohlenflöz einschliessende
Schichtgruppe bemerkte ich nicht. Jenseits geht es steil hinab nach dem Kessel von
Lung-fang-kou, von Osten her ein schluchtenreiches, aus höherem wildem Gebirge
kommendes Engthal mündet. Zwei Mal verquert man bei dem Alstieg die obersilurischen Schichten h. Auch hier sind es grünliche Schieferthone mit petrefactenreichen
Einlagerungen; besonders kommen Korallen vor, darunter Halysites und Heliolites. Nach
unten gehen sie in verhärtete rothe Thone über, die theils griffelförmig, theils krumm-
schalig zerfallen. Die Art des Auftretens dieser älteren Gebilde und ihr Verhältniss zum
Kohlenkalk habe ich nicht mit hinreichender Sicherheit beobachtet, um die Richtigkeit
der Darstellung auf Fig. 111a verbürgen zu können.
Südlich von Lung-fang-kou befindet man sich wieder auf Kohlenkalk, und zwar