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0653 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 653 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

Devon (g auf S. 598). — Zum ersten Mal auf unseren Wanderungen in
China begegnen wir dieser Formation, welche nun gegen Südwesten hin in allge-
meiner Verbreitung vorzukommen scheint. Ihre untere Grenze blieb mir unklar;
doch dürfte die Mächtigkeit nur unbedeutend sein. Graue und grüne thonige
Mergel und ein unreiner grauer Kalkstein sind die einzigen, durch das Vorkommen
einiger Brachiopoden mir bekannt gewordenen Gesteine von devonischem Alter.
Sie treten bei Lung-tung-pei, im Norden der westlichen Verlängerung des Tshau-pi-
shan, auf, wo sie bald den Thalboden einnehmen, bald in geringer Höhe über
demselben anstehen.

Kohlenkalk. — Wie im ganzen nördlichen China, so ist auch hier der
Bergkalk durch seine leberbraune und schwärzliche Farbe und seinen bituminösen
Charakter ausgezeichnet. Das oben (S. 600) beschriebene massenhafte Vorkommen
von Hornstein ist keine ihm allgemeiner zukommende Eigenschaft, und wenn es
auch in einzelnen Gegenden charakteristisch wird, so ist doch die Hornsteinführung
mancher anderer Kalksteine, z. B. der untersinischen im Nordwesten von Peking,
sehr viel bedeutender. Wir trafen den Kohlenkalkstein zuerst in Boden der
grossen überstürzten Faltung, östlich und westlich von Tshonn-hsüen-yi, wo er eine
Mächtigkeit von ungefähr 600 Fuss hat (f auf S. 598). Eingehender konnten wir
seine Entwickelung im Süden von Tshau-tién (S. 600, 601) darstellen. Es ist in der
gesammten Reihe der Sedimente dieser Gegend das erste bedeutende Vorkommen
einer Kalksteinformation.

Sandstein der Steinkohlenformation (e auf S. 599). Dies ist das
tiefste Gebilde der überstürzten Sedimentreihe. Den, im Gegensatz zu allen bisher
betrachteten Schichten, sehr augenfälligen und typischen, in grosse Blöcke aufgelösten
Sandstein sah ich nur an einer Stelle, im Westen von Shonn-hsüen-yi, kurz vor
dem Aufstieg nach dem Tempel von Lung-tung-pei, anstehen.

b. Formationen zwischen Tshau-tien und Kwang-yuén-hsien.

Silur. — In der Strecke zwischen diesen beiden Orten durchbricht der Kia-
ling-kiang zwei gefaltete Gewölbe, und dann eine Reihe jüngerer, den Faltungen
aufgelagerter Gebilde. Unter dem Kohlenkalk des südlicheren Gewölbes (s. Fig. 111 b)
fanden wir eine grosse Schichtenaufbiegung, deren Scheitel ungefähr durch den
Pass Féi-hsien-kwan bezeichnet wird. Die auf S. 602 auseinandergesetzte Schichten-
folge zeigt, dass in den oberen 1450 Fuss derselben Schiefer und Kalksteine von
bunten, insbesondere grünen, rothen und gelben Färbungen walten, und darunter
eine sehr mächtige Folge verhärteter thoniger Gesteine von rothen, braunen und
grauen Färbungen ansteht, welche krummflächig zerklüften und zerfallen. Lassen
sich auch nach meiner oberflächlichen Beobachtung und Darstellung die einzelnen
Gruppen mit den vorher erörterten nicht identificiren, so kann es doch mit Rück-
sicht auf den allgemeinen Charakter und die Lagerung nicht zweifelhaft sein, dass
wir hier die silurischen Schichten vor uns haben, und zwar wahrscheinlich nur
deren obere Abtheilungen. Eine Abweichung findet in so fern statt, als die Kalk-
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