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0655 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 655 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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günstig. Ich durchwanderte im Flug das ausgedehnte Schichtenprofil, fast recht-
winklig zur Streichrichtung. Alle Formationen hatten ein neues Gepräge; keine
liess sich mit etwas früher Gesehenem sicher identificiren. Wer die Wanderung in
umgekehrter Richtung macht und zuerst die silurischen Gebilde von Tshau-tien
mit ihrer palaeontologischen Gliederung kennen gelernt hat, wird das genügende
Interesse für die einzelnen Formationsglieder mitbringen, um sie nach Analogie
der Gesteine und der Lagerung wieder aufzusuchen. Weniger wichtig erscheint
die Gliederung, wenn man nur Fremdartiges und Unbestimmares vor sich hat.
Ich vermag daher nur im Allgemeinen auf die Wiederkehr gewisser Formationsglieder
hinzudeuten.

Das Schichtenprofil ist oben (S. 591, 595) ausführlich beschrieben worden. Schon
von vorn herein ist es wahrscheinlich, dass sich in ihm die palaeozoischen Sedi-
mente der südlich angrenzenden Faltungszonen wiederholen. Einerseits sind die
Störungen der Richtung und dem Grade nach analog; dann fehlen hier wie dort
metamorphische Gebilde und Eruptivgesteine. Ferner könnte, wenn die Schichten
nicht von gleichem Alter wären, nur an ein höheres Alter gedacht werden. Die
Annahme eines solchen ist aber unwahrscheinlich, weil nicht ein einziges typisches
Gestein der Sinischen Formation vorhanden ist. Dazu kommt der Umstand, dass
wir in dem Schichtenprofil an einer Stelle einem Gestein von ungewöhnlich charak-
teristischem Typus begegneten, welches südlich von Ning-kiang wieder vorkommt.
Es sind dies die (unter r auf S. 595) erwähnten Lyditconglomerate, welche
mit dem am Grund des Mittelsilur (bei der Gruppe l, S. 596) genannten Formations-
glied nahe genug übereinstimmen, dass man sie als eine durch Faltung sich wie-
derholende Gruppe betrachten kann. Diesen Schichten ist die mächtige Gruppe s
aufgelagert, welche im Wesentlichen aus grünen festen Sandsteinen besteht, dessen
dünne Schichten von grüner schieferiger Substanz getrennt werden. Es liegt nahe,
sie mit der Gruppe m zu identificiren, obgleich in dieser die thonigen Schichten
weitaus vorwalten. Andererseits erinnert sie an die Schichten von Wu-kung-kwan
(S. 583). Ein petrographisches Aequivalent für die Kalksteine t ist mir nicht
bekannt. Bei dem grossen Gesteinswechsel der obersilurischen Schichten würde
indess eine örtlich abweichende Ausbildung der Kalksteine nichts Ueberraschendes
haben, um so weniger hier, wo wir uns in der Nähe vorsilurischer Gebirgsfaltungen
befinden.

Die darüber gegen Norden bis zum Thal des Han folgenden Schichtengruppen,
nämlich:
Sehr mächtige, ursprünglich ebenflächige, aber eng zusammengefaltete grüne
und graue Schiefer (n);
feste Sandsteine (v), 300 Fuss;
Kalkstein (w), 100 Fuss,
durften einem anderen Gewölbe angehören, daher nicht die stratigraphische Fort-
entwickelung der Formation nach oben bezeichnen.

Nicht mindere Schwierigkeit bietet die Erklärung der Schichten, welche sich