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0657 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 657 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

muss, wie es die Gleichförmigkeit der folgenden Ablagerungen erweist, zur Zeit
der Bildung derselben entweder eben gewesen sein oder eine geringe Neigung
gehabt haben. Jetzt ist sie ungefähr 30 Grad nach Süd geneigt.
Es muss also das ältere gefaltete Gebirge als Gesammtheit nach-
träglich eine Schollenbewegung erlitten haben, durch welche die
abgeschliffene Fläche sich im nördlichen Theil hob oder im
südlichen senkte. An dieser Bewegung haben die jüngeren Ge-
bilde theilgenommen, da sie die gleiche südliche Neigung haben.
Ich werde später (im 3ten Band) zu zeigen suchen, dass die
Schollenbewegung nach Ablagerung der untersten Beckenschich-
ten begann und während des Absatzes aller darauf folgenden
langsam fortsetzte. Das Hauptargument für diesen Schluss bildet
die in Variationen sich vielfach wiederholende, hier zuerst beob-
achtete Erscheinung, dass die Neigung der Beckenschichten, in
dem Maass als wir von den älteren zu den jüngeren fortschreiten,
allmälig abnimmt, wie in Fig. 114 schematisch dargestellt ist.
Die Ablagerung kann nicht ursprünglich in dieser Form statt-
gefunden haben, da der Einfallswinkel der tieferen Schichten
dafür viel zu steil ist. Es muss also jede ältere Schichtgruppe
ein wenig geneigt gewesen sein, als die jeweilig darauf folgende
sich horizontal (oder nahezu so) absetzte.
Die in südliche Neigung gekommene Auflagerungsfläche kann
selbstverständlich ihre Nordgrenze nicht dort gehabt haben, wo
wir sie jetzt finden, und es ist ersichtlich, dass nördlich von
der sie bezeichnenden Linie die Erosion nicht nur die aufgela-
gerten Schichtmassen, sondern auch die oberen Theile der
zusammengefalteten älteren Formationen abgetragen hat. Es hat
mithin eine sehr bedeutende Hinwegführung von Gesteinsmaterial
stattgefunden, und die jetzigen Thäler stellen nur die tiefste
Sohle der vormaligen Erosionsfurchen dar, während die trennen-
den Rücken die Reste grosser Gebirgsmassen sind. Allerdings
dürfen wir nicht annehmen, dass zu irgend einer Zeit die Auf-
lagerungsfläche continuirlich unter einem Neigungswinkel von
30° bis zu grosser Entfernung nach Norden anstieg. Es würde
dies zu Höhen führen, bei welchen die jetzt beobachtbaren
Gesteine unter dem Druck ungeheurer überlagerndер Massen
gestanden und ihren Charakter, insbesondere die Structur der
in ihnen befindlichen organischen Reste, nicht bewahrt haben
würden. Diese theoretische negative Schlussfolgerung findet ihre
positive Bestätigung in dem Vorhandensein einer Anzahl von
Bruchspalten und Verwerfungen, welche der Streich-
richtung der Faltungsgebirge parallel waren, und bei denen stets der nördliche Flügel