国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0659 |
China : vol.2 |
| 中国 : vol.2 |
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ren mag. Die hier gewonnenen Anhaltspunkte werden uns für die fernere Beur-
theilung der Verhältnisse des gesammten Binnenbeckens von Wichtigkeit sein.
Das paläozoische Faltungsgebirge von Tshau-tién. — So wie wir
die Unterlage der Beckengebilde erreicht haben, kommen wir in postcarbonisch
gefaltetes Gebirge, das wir hier in der umgekehrten Richtung des vorher
beschriebenen Weges, nämlich von Süd nach Nord, durchschreiten wollen. Ein
vollständiges Bild der etwas verwickelten Tektonik dieses Gebietes wird sich erst
gewinnen lassen, wenn die palaeontologische Altersbestimmung aller einzelnen For-
mationsglieder deren sichere Festsetzung bei der Wiederkehr in den einzelnen
Faltungen ermöglichen wird. Doch lassen sich auf Grund der palaeontologischen
Belege schon einzelne allgemeine Züge erkennen.
Das Schichtengewölbe von Féi-hsien-kwan (Fig. 111b.c), das wir zuerst
antreffen, hat die Gestalt einer nach Süden ein wenig übergebogenen Antikline. Der
nordliche Flügel wird durch scheinbar regelmässig aufgelagerten Kohlenkalk gebildet;
der südliche ist überstürzt und in sich selbst zusammengefaltet. Wir bezeichnen
dieses Gewölbe mit I.
Bei Lung-fang-kóu wird durch einen Thalboden von geringer Breite eine Lücke
in der Beobachtung verursacht. Dann folgt (II) die Welle von Tshau-tien-
kwan, welche einen ähnlichen Bau wie die vorige hat, falls die oben (S. 601) darge-
stellte Auffassung derselben richtig ist. Sicher ist das Vorkommen des Silur an den
Stellen a, b, c Fig. 110,
ebenso das Alter des Koh-
lenkalkes bei d d. Die Kalk-
steineinlagerung e hielt sich an
Ort und Stelle für eine Um-
biegung des Kohlenkalkes;
doch war die Deutung wahr-
scheinlich irrig; er dürfte den silurischen Schichten eingelagert sein. Das Verhältniss
dieses zweiten Gewölbes zum ersten lässt sich durch eine, vielleicht mit Verwerfung
verbundene, vielleicht auch nur überschobene Faltung erklären.
Eine dritte Welle (III) ist nördlich
von Tshau-tién. Ich kenne nur ihren an
silurischen Versteinerungen reichen südlichsten
Theil, wo Schichten dieses Alters unmittelbar
auf Kohlenkalk lagern, und die Unregelmässig-
keit der Faltung durch das sporadische Vor-
kommen devonischer Brachiopoden angedeutet
wird. Da man von Tshau-tién gegen Norden
eine ersichtlich von Kalksteinwänden eingefasste
Felsklamm erblickt, durch welche der Kia-lung-kiang strömt, solche Engen aber
hier besonders durch Kohlenkalk verursacht werden, so liegt die Vermuthung
nahe, dass diese Welle einen ähnlichen Bau hat wie die beiden ersten. Ihr
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