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0660 China : vol.2
China : vol.2 / Page 660 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000260
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Verhältniss zu der zweiten lässt sich durch Ueberwällung entlang einer Bruchspalte
erklären.

Es entsteht dadurch die auffallende Lagerung des Kohlenkalkes zwischen zwei
Schichtmassen von obersilurischen Schiefern. Verfolgt man die Faltungen II und
III in ihrem Streichen nach O 20° N, so führen sie uns nach dem Gebirgsabfall
im Südwesten von Han-tshung-fu, wo wir nach den Beobachtungen von Abbé David
an dem Liang-shan dasselbe Verhältniss der Einlagerung von Kohlenkalk, in
welchem wie bei Tshau-tién ein Kohlenfloz abgebaut wird, zwischen zwei Schicht-
massen von silurischem Alter finden werden¹). Die Fortsetzung einer gleichartigen
Lagerung auf eine Entfernung von mehr als 60 g. Meilen ist ein deutlicher Beweis
für die Stetigkeit des zonalen Baues dieser Gegend. Wir können, darauf gestützt,
mit um so grösserem Vertrauen an der oben (S. 599) entwickelten Ansicht fest-
halten, dass die Falte III ihre nächste östliche Fortsetzung im Tshan-pi-shan hat.

Betrachten wir nun das Faltungssystem zwischen dem Thal des
Tsién-shui und demjenigen von Ning-kiang-tshóu²), so ist dasselbe einer-
seits verwickelter als die bisher beschriebenen Wellen, wie dies schon durch die
in grossartiger Weise überstürzte Biegung der Silurformation, an der stellenweise
auch Devon und Kohlenkalk theilnehmen, angedeutet wird. Andererseits gibt es
gerade durch die tiefgreifenden Auf-
schlüsse den Schlüssel zum Verständ-
niss des Baues des ganzen Falten-
systems. Die umgekehrte Lagerung
lässt sich nur auf eine grosse Faltung
zurückführen, deren Amplitude sich
von Ost nach West verringert, so
dass die Durchschnitte an verschie-
denen Stellen verschiedene Bilder
ergeben würden. Die Zeichnung
(Fig. 118) kann nur als ein theore-
tischer Versuch betrachtet werden,
die Verhältnisse zu erklären. Sie
ist an der Stelle gedacht, wo, etwa
im Durchschnitt von Hwang-pa-yi,
der Tshan-pi-shan noch als Rücken
hoch aufragt, ist aber durch das Hereinziehen des erst weiter westlich im Thal-
grund erscheinenden Vorkommens von Kohlenkalk und Kohlensandstein vervoll-
ständigt. Das Verhältniss zum Tshan-pi-shan ist wahrscheinlich durch eine
Verwerfung zu erklären, deren Betrag ebenfalls von Ost nach West abnimmt.

Wir finden somit im südlichen Theil des Gebirgslandes von Tshau-tién, d. h. in
dem Faltungssystem zwischen dem Nordrand des Rothen Beckens und dem Längsthal