国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0661 |
China : vol.2 |
| 中国 : vol.2 |
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von Ning-kiang-tshóu, gewisse Grundzüge in der Tektonik, ebenso wie im ausseren
Bau, wiederkehrend. Als allgemeine Ergebnisse können wir bezeichnen:
1) In jeder Falte steigen die Schichten gleichmässig, unter einem Winkel von
ungefähr 30° vom Fuss des Nordgehänges nach Süden, bis zur Firstlinie an.
Südlich von dieser wechseln die Fallwinkel, und in drei Fallen, bei I, III,
IV, ist eine völlige Umbiegung angezeigt.
2) In Folge dessen sind grösstentheils die Nordgehänge ebenmässig geneigt,
die Südgehänge uneben gestaltet und zum Theil steil.
3) Die einzelnen Falten grenzen an einander in solcher Weise, dass die älteren
Schichten jeder einzelnen den jüngsten der südlich angrenzenden Falte auf-
gelagert sind.
4) Eine Ausnahme hiervon bildet die durch den Tsien-shui und den Bach
Mau-ping-kou angezeigte Grenze zwischen III und IV. Hier sind die Gesteine
durch Erosion bis zu grosser Tiefe freigelegt. Es zeigt sich am Südflügel
von IV eine völlige Umkehrung der Lagerung, so dass im tiefsten Theil
des Thales die jüngsten Schichten anstehen und an ältere der südlich daran
sich schliessenden Falte grenzen. Auch hat in Folge der Erosion der Nord-
abfall von III eine steile Gestalt erhalten.
5) Diese Ausnahme ist nicht sinnbar. Denn wenn bei Tshau-tien und Lung-
fang-kou eine Erosionsfurche in der Längsrichtung 2000 Fuss tief unter das
Bett des Kia-ling-kiang eingeschnitten wäre, würde wahrscheinlich bezüglich
des Verhältnisses von III zu II und von II zu I eine ähnliche Lagerung zum
Vorschein kommen, wie die um jenen Betrag wirklich eingeschnittene Thal-
furche zwischen IV und III blossgelegt hat. An dieser Stelle hingegen
würden Faltung und Verwerfung in eben so geringem Maass ersichtlich sein,
wie an den beiden erstgenannten Orten, wenn die Furche nicht eingeschnitten
wäre. Es würden dann die höheren Theile der Falten IV und III einander
berühren und, wie dort, gleichsam mit einander verwachsen sein.
6) Es ist somit wahrscheinlich, dass jene Gleichartigkeit der Faltungen, welche
sich sonst in Faltungsgebirgen, und zwar bei jedem in seiner besonderen
Art, findet, hier in noch höherem Grad vorhanden ist, als man aus den
unmittelbar der Beobachtung zugänglichen Verhältnissen schliessen könnte.
Zu weniger befriedigenden Ergebnissen führt die Betrachtung der Faltungen
des Wu-ting-shan zwischen Ning-kiang-tshóu im Längsthal des Pai-yen-hó und
Tai-ngan-yi im Längsthal des Han. Zunächst haben wir an den Thatsachen, dass
alle Schichtgebilde nach O 20° N streichen und im Wesentlichen nach Norden
einfallen, und dass, neben der Wiederkehr petrographisch ausgezeichneter Schichten,
der allgemeine Gesteinscharakter demjenigen der erwiesenen paläozoischen Gebilde
entspricht, einen Anhalt für die Wahrscheinlichkeit, dass der Gebirgsbau ebenfalls
ähnlichen Gesetzen unterliegt wie der Gebirgsbaues von Tshau-tien. Sodann
können wir, nach Analogie mit den bisher erörterten Wellen, annehmen, dass solche
Stellen, wo eine intensive Zusammenfaltung der Schichten stattfindet, Gewölbekerne
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