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0664 China : vol.2
China : vol.2 / Page 664 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000260
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sein, dass nicht eine gleichförmige Neigung geschaffen wurde, sondern abermals
eine Anzahl von Brüchen in der durch die Faltungen vorgezeichneten Richtung
entstanden und wiederum die nördlichen Flügel absanken. Denn wenn mit b c d e
(Fig. 123) die Stellen solcher Brüche, wie wir einen bei Kwang-yüén (s. S. 616)
nachwiesen, angedeutet sind, so zerfällt die neue Oberfläche in die Theilstrecken
aa'+bb'+cc'+dd'+en', deren Summe der Linie a n bei rechtwinkliger Verwer-
fung näher kommt als a n', während sie bei schiefwinkliger Verwerfung ihr an Länge
genau gleich kommen kann. Nur dadurch konnte die durch die Linie a n bezeich-
nete Oberfläche den durch a n' bezeichneten ausgedehnteren Raum einnehmen,
ohne dass die sie zusammensetzenden Gesteine eine Ausdehnung erfuhren. Der Fall
ist demjenigen analog, durch welchen Tafelländer an ihren Rändern in Reihen
von Staffelbrüchen abfallen, und dürfte der Typus eines allgemeineren, bei der
Gebirgsbildung waltenden Gesetzes sein.

Die Verwerfungen dieser zweiten Bruchperiode lassen sich im Einzelnen, mit
Ausnahme derjenigen von Kwang-yüén, nicht mehr nachweisen, weil die Sedimente
des späteren Zeitalters, welche, indem sie von den Verschiebungen mitbetroffen
wurden, allein den sicheren Beweis für den späteren Zeitpunkt der Bewegung zu
geben vermöchten, weiter nördlich durch Erosion entfernt worden sind. Doch hilft
zu ihrer Auffindung eine theoretische Betrachtung über die Thalbildung. Gehen
wir zum Zweck derselben noch einmal zu demjenigen Stadium der Gebirgsbildung
zurück, in welchem, nachdem das von Süden nach Norden vorrückende Meer durch