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0666 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 666 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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Umwendung nach der Richtung WSW—ONO. Sie liessen sich bei unserer früheren
Betrachtung nur ihrer Existenz nach andeuten, indem sie sich, zwar noch gänzlich
unerforscht, doch durch die Anordnung der Flussläufe, der Hauptwasserscheiden,
der rechtwinkligen Thalumbiegungen und einiger anderer Umstände verriethen, und
wir hatten die Genugthuung, dass ihr theoretisches Auffinden schon während des
Druckes der bezüglichen Betrachtungen seine praktische Bestätigung durch die
Entdeckung des grossen Tang-la-Gebirges erfuhr¹). Dieser Umstand gab den
Schlussfolgerungen auf das Vorhandensein mehrerer paralleler Ketten östlich vom
Tang-la erhöhte Sicherheit.

Auf Grund noch positiverer Thatsachen liessen sich die Ketten des Kwenlun
deutlich verfolgen. Wir betrachteten sie vom Pamir bis zum Meridian von Lan-
tshóu-fu, mit welchem der östliche Kwenlun beginnt.

Westlich von diesem Meridian liessen die Strombiegungen, die chinesische
Kartenzeichnung und Beschreibung, so wie die Beobachtungen von Prjewalski,
eine Anzahl paralleler, zum Theil durch tiefe Thäler getrennter Gebirgszüge erkennen.
Als solche wurden von uns bezeichnet²):

1. Ein hoher Gebirgszug, welcher den südlichsten Theil der S-Krümmung des
oberen Hwang-hö im Süden begrenzt und dessen Zuflüsse von dem Quellgebiet
des Ya-lung-kiang scheidet.

2. Der wahrscheinlich granitische Tsi-shi-shan, welcher die Südhälfte jener
Krümmung ausfüllt und östlich in dem mächtigen Zug des Min-shan fortsetzt. Von
dem Südabhang des letzteren entspringen der Min-kiang und der Kia-ling-kiang,
welche dem Yang-tszĕ zuströmen, während ihm im Norden das Längsthal des oberen
Tau-hö, eines der grösseren Zuflüsse des Hwang-hö, vorliegt. Dieser Fluss wendet
sich bei Min-tshöu unter rechtem Winkel nach Norden und zeigt damit den Durch-
bruch durch eine andere Parallelkette an. Wir bezeichneten sie, auf Grund der
chinesischen Karten, als

3. Den (falschen) Hsi-king-shan der Alten. Er begrenzt die Südhälfte der
S-Schlinge des Hwang-hö im Norden und zwingt diesen Fluss zu seiner weiten
westlichen Ausbiegung.

4. Das Längsthal des oberen Ta-hsia-hö, welcher sich, gleich dem Tau-hö,
unter rechtem Winkel nach Norden wendet und bei der ehemaligen mohameda-
nischen Rebellenfestung Hö-tshön vorüber fliesst, trennt den letztgenannten Zug
von einem anderen, welcher das Thal von Lan-tshóu-fu und die oberhalb desselben
von W nach O gerichtete Strecke des Hwang-hö südlich begrenzt.

5. Das Khukhunoor-Gebirge, welches jene Strecke des Hwang-hö von einer
Einsenkung trennt, in der Hsi-ning-fu und der See Khukhu-noor liegen.

6. Das Scheidegebirge zwischen der Einsenkung dieses Sees einerseits und des
oberen Wong-shui und dem Oberlauf des Ta-tung-hö andererseits.