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0671 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 671 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

Von Yen-kia-tun ging es 20—30 li westlich fort in der Ebene (I, p. 299), dann
ebensoviel südlich nach »Inkotsuys (840 m.), und von hier 30 li südwestlich nach dem
Dorf Ling-tan-miau über 1300 m.). Gneiss und Granit sind herrschend. Bei dem
letztgenannten Dorf wechseln damit grünliche Amphibolite, während am Weg mehrfach
Auflagerungen von krystallinischem Kalk beobachtet wurden.
Am zweiten Tag hatte man zunächst eine Stunde nach dem 1900 m. hohen Pass
zu steigen. Hier sieht man zur Linken die langen, weissen Gehänge des Ta-pai-shan.
An einem südwestwärts fliessenden Gewässer geht es nun 50 li hinab nach einem Dorf
»Tsony-thene. Gneiss und Glimmerschiefer bleiben am Wege herrschend; aber vom Ta-
pai-shan bringen die Bäche Granit herab, und eine Stunde vor dem Endpunkt des Tage-
marsches steht weisser grobkörniger krystallinischer Kalk an, dessen gehobene Schichten
auf einem amphibolischen Gestein zu lagern scheinen.
»Tsogy-thene ist eine ansehnliche Ortschaft, weil sich hier ein anderer, von »Kouy-
chilm ausgehender Pfad mit dem von Abbé David eingeschlagenen vereinigt (I, p. 306)¹.
Von hier aus kam Letzterer, indem er stets demselben Strom folgte, in 4 Tagen nach
»Lan-hoi²), unmittelbar oberhalb der Stelle, wo er die grosse Tsinling-Strasse erreichte.
Aus dieser Strecke, die von besonderem Interesse für die Vergleichung sein würde,
erhalten wir nur spärliche geologische Notizen. Zunächst Tsui-tu steht noch einmal
grobkörniger weisser Marmor an, der auf Gneiss und Amphibolit auflagert. Weiterhin
folgen Gneiss und bunte Schiefer. Erheblich weiter hinab werden blauer und gelblicher
Kalkstein erwähnt. Am dritten Tag wechselten massige Granite, Gneiss und dünnschich-
tige Kalksteine, die in ungeheurer Mächtigkeit lagerten. Am vierten Tag herrschten
ähnliche Gesteine, die Berge aber wurden niedriger. Sie begannen mit einer sehr mäch-
tigen Masse grobkörnigen Marmors, die beiderseits zwischen Gneiss eingeschlossen war.
Dann kamen kalkige Schieferthone und Talkschiefer.
Von »Lan-hoi« aus folgte Abbé David der uns bekannten Strasse nach Pan-tsheng-hsün.
3. Beobachtungen im Thalbecken von Han-tshung-fu (vom 26sten
Februar bis 17ten April 1873). — Die erste Station wurde bei der Christengemeinde von
»Ouang-kia-ouan (Wang-kia-wan) gemacht, 30 li nordöstlich von Han-tshung-fu und
20 li nördlich von Han. Der Ort liegt auf dem oben (S. 590) beschriebenen roth-
braunen Aufschüttungsland am Fuss des Gebirges, 598 Meter über dem Meer³). Als
südliche Begrenzung des 20 bis 50 li breiten Thales waren zahllose gerundete Hügel sicht-
bar, welche den Wogen des Oceans verglichen werden. Sie führen wiederum den Namen
»Lan-chan« (Nan-shan, Südgebirge). Dahinter folgen höhere, kantiger gestaltete Berge,
deren Erhebung über das Thal auf 600 bis 700 Meter geschätzt wurde. Jenseits derselben
steigt, den Horizont begrenzend, eine lange weisse Mauer auf, deren höchste Gipfel süd-
westlich von Han-tshung-fu liegen. Der Schnee soll dort bis in den Juli liegen bleiben.
Am 4ten März wurde die Station nach dem eine starke Tagesreise gegen Westen
gelegenen Dorf »Thin-kia-khe« verlegt. Auch hier sind niedere, trockne Schutthügel dem
Südfuss des Tsin-ling-shan vorgelagert. Bruchstücke von Lydit sind charakteristisch. Das