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0672 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 672 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

erste anstehende Gestein am Rand des Gebirges sind Quarzsandsteine. Bei einem Ausflug
nach der 40 li ostnordöstlich von Mién-hsien gelegenen Schlucht von Thin-kia-po [p. 335]
zeigten sich in dieser kalkige Schiefer mit schönen Abdrücken von Farnwedeln und Blät-
tern, die an Bambus und Cycadeen erinnerten. Ein dünnes, nicht abbauswürdiges Kohlen-
flöz liegt zwischen harten bläulichen Schiefern, welche von glimmerigem Sandstein
überlagert sind, während unter ihnen Granit folgt. Die Schichten fallen 40° N.¹).
Dreissig li westlich von dem Ort wurde Steinkohle bergbaulich gewonnen.
An einer anderen Stelle [p. 352] wird folgende Reihe von Formationen angegeben,
über welche man auf dem Weg von der Thalebene nach dem Gebirge, also in der Rich-
tung von Süd nach Nord, gelangt:
1. Quaternäre Hügel (Gebirgsschutt).
2. Höhere und steilere Hügel, wo der Erdboden mit vielen weissen, gelben und
schwarzen quarzigen Kieseln gemischt ist. An anderen Stellen wird Lydit unter
diesen Kieseln besonders genannt.
3. Glimmerige, schieferige Sandsteine, mit viel Quarz.
4. Schwärzliche und bläuliche Schieferthone mit Spuren von Steinkohle und Pflanzen-
abdrücken.
5. Glimmeriger Sandstein mit Quarz.
6. Schieferthone mit Pflanzenabdrücken.
7. Schieferiger Sandstein.
8. Dicke Lagen von unreinem, mit viel Quarz gemengtem bläulichem Kalkstein, der
zum Theil in weissen Marmor verwandelt ist.
Alle diese Schichten sind stark und unregelmässig gehoben, im Allgemeinen aber »gegen
Norden gehoben« (soulevées vers le nord).
Von Thin-kia-po wurde der im Gebirge gelegene Ort »Ho-chen-miao« besucht. Der
Weg eine Tagesreise führte nördlich, nicht im Thalgrund, sondern über Höhen, die auf
3 bis 4000 Fuss geschätzt wurden. Im Osten erhob sich ein Berg zu ungefähr 3000
Meter. Es wurden am Weg der Reihe nach beobachtet: Verschiedene Schiefer, schieferige
Sandsteine, Kalkstein in mächtigen Bänken, der grossentheils in Marmor verwandelt ist.
»Gneiss oder geschichteter Granit«, dann Granit fortdauernd bis zum Zielpunkt der Reise.
Die christliche Kapelle von Ho-chen-miao liegt 1390 Meter hoch in ganz granitischer
Umgebung. Ausflüge führten bis zur Meereshöhe von 2200 Meter hinauf, ohne dass die
Gipfel erreicht wurden. Im Nordwesten waren Berge sichtbar, die auf 3500 Meter
geschätzt wurden.
Nach der Rückkehr nach Wang-kia-wan wurde am 20sten März ein Ausflug nach
dem 100 li südlich gelegenen Ort Po-ho-shan unternommen [p. 362]. Vom Südufer des
Han an bis zu dem Dorf war nichts als Granit sichtbar, zum Theil in stark zersetztem
Zustand. Er bildet Hügel, die bis 500 Meter über die Thalebene ansteigen, und setzt
30 oder 40 li südlich fort bis an die hohe Kette des Nan-shan, dessen Gipfel auf beinahe
3000 Meter geschätzt wurden. Durch Versteinerungen, die sich in einem eingemauerten
Gesteinsblock in einem Dorf Pong-kia-ying zeigten, aufmerksam gemacht, besuchte Abbé
David am 26sten März die 40 li westlich von Han-tshung-fu gelegene, weithin sichtbare
und wegen ihres Kohlenbergbaues und ihrer trefflichen Gesteinsplatten berühmte Berggruppe
Liang-shan, deren Gipfel 400 bis 600 Meter über die Ebene ansteigen [II, p. 2]. Sie
liegt 10 li nordwestlich von dem letzten Granitberg der Pa-ho-shan-Gruppe und wird
von Han bespült. So weit ich die etwas unklare Darstellung verstehe, ist der Liang-
shan aus Schichtgesteinen aufgebaut, in denen ein Theil unsrer obersilurischen und Stein-
kohlenformation vertreten ist. Von Weitem sieht man den Berg in seinem unteren
Drittheil von einem anscheinend fast horizontalen rothen Band umgürtet. Es besteht
aus buntgefärbten zumeist rothen thonigen Kalksteinen. 100 bis 150 Meter unter dem
Gipfel lagert eine steinkohlenführende Schicht. Der oberste Theil des Berges besteht
aus grauem harten Kalkstein, der beim Anschlagen wie Glas tönt.
Vom Fluss gegen den Gipfel kommt man über eine Reihe von Gebilden, welche
nahezu gleichförmig lagern und 45 bis 55 Grad südlich fallen [II, p. 10], und zwar:
1. Grobkörnige gelbliche Kalke.