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0681 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 681 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

indem sie ihm eine südliche Grenze setzen. Wären diese Becken nicht vorhanden,
und wäre der Wasserabfluss nach Süden oder Südwesten anstatt nach Osten gerich-
tet, so würde der Tsin-ling-shan nicht als besonderer Zug abgetrennt sein; er
würde vielmehr mit dem Ta-pa-shan zu Einem grossen Gebirgsland verbunden
sein. Die westlichste, störend in die Einheit eingreifende, für eine reichere Glie-
derung aber wohlthätige Einsenkung ist diejenige von Han-tshung-fu, und von hier
aus nach Westen beginnt die Dichotomie einen viel vollkommeneren Einfluss auf
die Plastik auszuüben. Schon die Thalfurche von Mien ist nach WSW gerichtet;
und da der Nordrand des Gebirges nach WzN streicht, so wächst die zwischen
beiden Linien eingeschlossene Gebirgsmasse gegen Westen an Breite. Das Thal
von Mien ist jedoch nicht, gleich demjenigen von Han-tshung-fu, die Südgrenze
des geschlossenen Faltungsgebirges; wir müssen fast bis Kwang-yüen-hsien gehen,
um sie zu erreichen. So kommt es, dass die Breite des continuirlichen Gebirges
in dem Meridian dieses Ortes (ungefähr 106° O) um ⅓ mehr beträgt als im 107ten
Längengrad, welcher derjenige von Han-tshung-fu ist. Der Kia-ling-kiang durch-
strömt sie fast in ihrer ganzen Ausdehnung, indem der nördlich von der Wasser-
scheide gelegene Abfall des Gebirges gegen Tsin-tshöu im Thal des Wei sehr schmal
ist; und da der Lauf jenes Flusses in seiner gesammten Länge bis Kwang-yüen
ein nur stellenweis zugängliches Engthal sein soll, so können wir mit Sicherheit
schliessen, dass er nur zusammengefaltetes, hohes und wildes Gebirge durchströmt.
Es ist nicht bekannt, an welcher Stelle der 106te Meridian die Linie der Divergenz,
d. h. die Linie, wo die beiden Streichungsrichtungen auseinandergehen, durch-
schneidet. Aber die gesammte äussere Anordnung weist darauf hin, dass die
Anschaarung das grosse durchgehende Gesetz ist, welches den inneren Gebirgsbau
beherrscht.
Der äusserste Südzweig des Sinischen Systems, welcher nördlich von Kwang-yüen
noch unter den Beckengebilden verschwindet (s. Fig. 111c), hebt sich in seinem erst nach
WSW und dann nach SW gerichteten Streichen immer mächtiger hervor und bildet,
wie erwähnt, die erhabene Nordwestmauer der Ebene von Tshöng-tu-fu. Er führt
hier die Namen San-mien-shan und Kin-ting-shan. Von Kwan-hsien, wo der Min-
kiang den Wall durchbricht, bis zum Nordfuss der westlichen Verlängerung des
Tsin-ling-shan hat hier das Gebirge eine Breite von 220 g. M., also dreimal so
viel als bei Han-tshung-fu. Aber eigentlich erreichen wir in dem Meridian von
Kwan-hsien die nördliche Grenze des gefalteten Gebirges gegen das Tafelland,
wie es scheint, erst mit dem Thal von Lan-tshöu-fu, und daher müssen wir 80 g. M.
hinzufügen, um die ganze Breite des continuirlichen Hochgebirges zu erhalten,
welche mithin in einem Meridian, der nur 150 g. M. westlich von Han-tshung-fu
liegt, 300 g. Meilen beträgt, das ist vier Mal so viel als an der Tsinling-Strasse.
Nichts würde lehrreicher für die Erkenntniss der in Rede stehenden Grundzüge
der Tektonik sein, als ein sorgfältig aufgenommener Gebirgsdurchschnitt von Kwan-
hsien über Sung-pan-ting und Min-tshöu nach Lan-tshöu-fu. Durch die äusserst
erfolgreiche Reise von Capitan Gill sind wir in der glücklichen Lage, über die