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0691 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 691 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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lichen China gleichförmig überlagern, während, wenn beide durch eine Periode
continentaler Emporhebung, die die langen Zeitalter des Silur und Devon umfassen
wurde, getrennt gewesen wären, doch eine sehr erhebliche Umgestaltung der
Oberflächenformen, selbst bei vollkommen horizontaler Lage der Schichten, hätte
stattfinden müssen. Wir könnten uns dann die Schichten des Carbon nicht anders,
als in die Unebenheiten der Unterlage eingreifend vorstellen, selbst wenn dieselben
nicht bedeutender gewesen wären, als sie gegenwärtig in den aus Kreide und Eocän
zusammengesetzten Tafelländern des nordöstlichen Africa sind.

Eine fernere Stütze erhält die Annahme durch den petrographischen Charakter
und die Verbreitungsart der Sinischen Sedimentgesteine. Die tiefsten Glieder sind
klastischer Natur, insbesondere Conglomerate und grobe Sandsteine, wie wir sie
in Shantung ¹), in Liautung ²), im nördlichen Tshili ³) und im südwestlichen Shansi ⁴)
fanden. Es sind die Gebilde, welche aus der Ablagerung der durch die Brandungs-
wirkung des vorrückenden und die archaischen Gebirge abschleifenden Meeres
freigewordenen Zerstörungsproducte entstanden. Dann folgen Sedimente tieferer
Meere, die in den einzelnen Gegenden bedeutende Verschiedenheiten zeigen. Den
sehr mächtigen kieseligen und hornsteinreichen Kalken des nördlichen Tshili ⁵)
stehen die nicht minder mächtigen Ablagerungen feinerdiger rother Thone in
Shantung ⁶) gegenüber. Je weiter wir hinauf kommen, desto gleichmässiger wird
der petrographische Charakter. Die ebenflächigen, kieselig-kalkigen Tungwönn-
Schichten ⁷), die globulitischen Lungmönn-Kalke ⁸) und die eigenthümlichen »Wurm-
kalke« ⁹) bilden überall die höchsten Glieder und bewahren einen so gleichbleibenden
Charakter, dass Handstücke, insbesondere der beiden letzten, welche von weit von
einander entfernten Orten stammen, nicht zu unterscheiden sind. Diese Gleichför-
migkeit ist nur dadurch zu erklären, dass der Meeresböden der gesammten Region
örtlich differenzirenden Einflüssen entzogen wurde, d. h. dass er in Tiefen gelangte,
wo diese verschwindend klein werden, und zugleich in solche Entfernung von Continen-
talküsten, dass die Zuführung des Materials von diesen keine Einwirkung mehr übte.
So konnte in langen, die silurische und die devonische Periode umfassenden Zeit-
räumen, in denen das Weltmeer sich über den Raum des östlichen Asien ausbreitete,
eine langsame und überall gleichartige, von der der seichteren Meeresräume petro-
graphisch und faunistisch verschiedene Sedimentbildung in dem das nördliche China
umfassenden Areal grösster Meerestiefen vor sich gehen ¹⁰).

Der Nordabfall des Kwenlun bildete die Grenze dieser Tiefsee gegen die von
seichterem Meer bedeckten Gebiete.