国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ

> > > >
カラー New!IIIFカラー高解像度 白黒高解像度 PDF グラフィック   日本語 English
0692 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 692 ページ(白黒高解像度画像)

New!引用情報

doi: 10.20676/00000260
引用形式選択: Chicago | APA | Harvard | IEEE

OCR読み取り結果

Stellung des Kwenlun zu den präcarbonischen Störungen. —
Schreiten wir weiter vor, so finden wir eine grosse Umänderung der Verhält-
nisse vor der Steinkohlenperiode. Sie steht in Zusammenhang mit den Aus-
brüchen von Graniten im östlichen Kwenlun. Dieselben durchsetzen und
metamorphosiren die silurischen Sedimentgesteine, üben aber keine Einwirkung auf
diejenigen des Carbon. Es gehören hierher die Granite des Tso'-pai-shan¹) und von
Liu-pa-ting²), und wir dürfen ihnen mit grösster Wahrscheinlichkeit diejenigen des
Shi-löu-shan³), des Ta-Hwa-shan⁴) und überhaupt alle grossen Granitmassen des
Gebirges zurechnen. Dieselben spielen im Aufbau des östlichen Kwenlun offenbar
eine sehr bedeutende Rolle, obgleich das, was jetzt noch sichtbar ist, nur der Rest
von vormals ungleich grösseren Massen sein dürfte.

Mit den Ausbrüchen waren die grossartigsten Verschiebungen ver-
bunden. Dahin gehört die mächtige, der Streichrichtung des Kwenlun parallele
Verwerfung, welche im nördlichen Theil der silurischen Sedimentzone geschehen
sein muss, um in dem Nordflügel der grossen Antikline von Wu-kung-kwan die
höchsten Glieder dieser Formation in das Niveau der daran grenzenden Wutai-
Schichten zu bringen⁵). Entlang einer Linie, welche etwas nördlich von Fong-hsien
von WzN nach OzS zog, muss ein Aufsteigen des nördlich davon gelegenen, oder
ein Absinken des südlich sich anschliessenden Theiles des Tsinling-Gebietes statt-
gefunden haben.

Während wir es in dieser Antikline mit einer nur geringen Faltung zu thun
haben, geschah weiter südlich wahrscheinlich schon in der Periode der Granitaus-
brüche ein erhebliches, mit intensiver Faltung verbundenes Zusammensinken in
einer dem Kwenlun-Streichen parallelen Zone, deren innere Anordnung aber durch
das Sinische Streichen beherrscht war. Es betrifft dies die von Granit durch-
schwärmten, mit krystallinischem Kalkstein und Quarzit wechselnden Gneisse des
südlichen Tsin-ling-shan, welche wir als metamorphische Silurgebilde anzusehen
wagten⁶).

Es wird durch diese Betrachtungen ein neues Licht auf die Geschichte der
früher von uns beschriebenen nördlichen Gegenden geworfen. Wir hatten gesehen,
dass das Nankôu-Gebirge eine grosse, von SW nach NO gerichtete monokline
Falte darstellt⁷), deren nordwestlicher Flügel nach der Entstehung derselben als
ein im Ganzen horizontales Tafelland über das Meer hervorragte, während der
südöstliche sich mehrere tausend Fuss tief hinabsenkte und den Boden des grossen
Beckens bildete, in welchem sich der Kohlenkalk ablagerte⁸). Der Umbiegungsrand
ist von Granitmassen besetzt, durch welche die Sinischen Schichtgesteine meta-
morphosirt sind. Wenn wir nun das Fehlen jeglicher Spur von silurischen und
devonischen Sedimenten zu beiden Seiten des Faltenrandes dadurch erklären, dass in
dem sehr tiefen Meer die Ablagerung äusserst langsam geschah und die alte cambrische