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0750 China : vol.2
China : vol.2 / Page 750 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000260
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im nördlichen Shansi, welches zu unterst aus sehr mächtigen groben Conglo-
meraten und Quarziten, zu oberst in der Hauptsache aus einer grossen Mannig-
faltigkeit von grünen Schiefern besteht. Chloritische Färbung waltet durch die
ganze Reihe der mächtigen Formation¹).

c) Die den Wutai-Schichten sehr ähnlichen grünen Schiefer, welche sich
im Bau des Tsin-ling-shan zunächst an die nördliche Gneisszone anschliessen²).

Jede von diesen Formationen stellt in ihrer jetzt sehr beschränkten Verbreitung
einen Rest von ehemals sehr mächtigen und über weite Räume ausgedehnten Ab-
lagerungen dar. Am Wu-tai-shan mussten wir die Mächtigkeit auf mindestens
10,000 Fuss veranschlagen; am King-sun-shan dürfte die regelmässig aufgebaute
Schichtenfolge, auf der wir vom Gipfel des Berges nach Südost hinabstiegen, eine
noch erheblich grössere Mächtigkeit besitzen. In Liautung hat jede einzelne
Schichtenreihe (dunkle Quarzite, Hornblendeschiefer, Thonschiefer, krystallinischer
Kalkstein) eine sehr bedeutende Entwickelung.

5. Tektonische Umgestaltungen und Granitausbrüche.

Dasjenige was alle unter 4. genannten Formationen trotz ihrer grossen petro-
graphischen Verschiedenheit mit einander verbindet, ist ihr Altersverhältniss, einer-
seits zu den unter 1. und 3. angeführten Gneissen, andererseits zu den Sedimenten
der Sinischen Periode, indem sie in hochgradiger Störung die abgeschliffene Unter-
lage von deren horizontal ausgebreiteten Schichten bilden. Mögen sie unter einander
gleichaltrig sein, oder verschiedene Ablagerungsperioden darstellen, jedenfalls füllen
sie einen Theil des Altersraumes zwischen den Gneissen und der Sinischen Periode
aus. Der letzteren gingen ungemein grosse Umgestaltungen voran. Auch diese
mögen sich über mehrere lange Perioden vertheilt haben. Wir können sie hier nur
in ihrer Gesammtheit erfassen. Sie bestehen theils in Zusammenschub und
Faltung, theils in der Bildung von Brüchen und Verwerfungen, und sind
von eruptiven Erscheinungen in grossem Maassstabe begleitet gewesen. Wir
betrachten sie gesondert für einzelne grössere Landstriche.

a) Im östlichen Shantung und in Liautung findet Faltung nach der
Streichrichtung WSW—ONO statt. Die Formationen der vierten Periode werden im
östlichen Shantung in langen Mulden im Gneiss eingeklemmt³); in Liautung bilden
sie freie, nach derselben Richtung streichende Zonen, in denen sie theils hügelige
Formen haben, theils in geringem Niveau über dem jetzigen Meeresspiegel eben
abgeschliffen sind⁴). Im Urgneiss interferirt die neue Streichrichtung mit der
früheren. Er erhält dadurch die Neigung zur Bildung eines wechselvollen Reliefs,
in welchem die Formen nordöstlich streichender, meist kurz abgesetzter Rücken
vorwalten⁵). — Die sehr intensiven, gebirgsbildenden Vorgange sind von mächtigen