国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0752 |
China : vol.2 |
| 中国 : vol.2 |
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Gebirges streichen ihnen parallel¹). Das Gebiet, welches durch diese Bruchlinien
abgegrenzt war, umfasste wahrscheinlich den Sung-shan im nördlichen Honan²,
und vielleicht schloss sich ihm das westliche Shantung in solcher Weise an,
dass es gewissermaassen eine neutrale Stellung einnahm und weder an den innren
Bewegungen der übrigen Theile des nördlichen China, noch an denen des Kwenlun
theilnahm.
B. Zweite Hauptperiode:
Zeitalter der Sinischen und Carbonischen Ablagerungen.
Die innere Zusammenfaltung der älteren Formationen war vollendet: das
Grundgerüst im geologischen Bau des nördlichen China bestand seiner inneren Structur
nach fertig gebildet und hat Umgestaltungen in seinem eigentlichen Wesen nicht
mehr erlitten. Wir finden Schollenbewegungen und Brüche, aber, mit wenigen
örtlichen Ausnahmen, keine weiteren stauenden Bewegungen, während im süd-
lichen China noch einmal, wenn auch nach langer Unterbrechung, eine Periode der
Faltung eintrat. Um so grösser waren die äusseren Veränderungen, welche im
nördlichen China geschahen, um den Boden für die paläozoischen Ablagerungen zu
bereiten. Es lassen sich wiederum eine Anzahl verschiedener Phasen unterscheiden,
die wir gesondert betrachten.
6. Zweite Periode der Abrasion.
Der erste grosse Vorgang nach der Zusammenfaltung war eine ausgedehnte
Abrasion, bei weitem die bedeutendste, welche in der geologischen Geschichte von
China nachweisbar ist. Deutet schon die vollkommene Verschiedenheit der tek-
tonischen Bewegungen vor und nach der durch diese Periode bezeichneten Grenze
darauf hin, dass ein auch in geologischem Sinn sehr langer Zeitraum zwischen den
Vorgängen der 5ten und der 7ten Phase liegt, indem ein Theil der Erdrinde,
welcher vorher intensivster innerer Bewegung fähig gewesen war, so verfestigt
wurde, dass er weiterhin fast nur noch als Ganzes sein Niveau veränderte, so
erhalten wir einen bestimmteren Begriff von der langen Dauer dieser sechsten Periode,
wenn wir in Betracht ziehen, dass ungeheure Gebirgsmassen, welche grosse Con-
tinentalgebiete einnahmen, vollständig hinweggefegt wurden. Die Erhaltung einzelner
Muldenböden von Formationen, deren Mächtigkeit sich nach zehntausenden von
Fussen bemessen lässt, gestattet keine andere Annahme, als dass dies gewisser-
maassen kleine Wurzeln von ehemaligen Faltungsgebirgen sind, welche mindestens
Alpenhöhe erreichten und nun fast in ihrer gesammten Masse verschwanden. Wir
haben wiederholt die durch gleichzeitige mechanische Zerstörung und positive Niveau-
veränderung des Meeres landeinwärts vorschreitende Brandungswelle als das ein-
zige Agens bezeichnet, welches im Stande ist, eine ebene Fläche zu schaffen, wo
vorher ein ausgedehntes Gebirge bestand. Mag sie auch in noch so hohem Grad von
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