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0754 China : vol.2
China : vol.2 / Page 754 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000260
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schloss also das Gebiet des Sung-shan. Auf ihre Ausdehnung im südlichen China
werden wir später eingehen.

7. Zweite Transgression.

Die Transgression der Sinischen Periode kennen wir innerhalb weiter
Grenzen. Sie ist gleich ausgedehnt mit der vorhergehenden Abrasion und verhält
sich zu ihr wie Ursache und Wirkung. Ihren Eintritt können wir uns nur in der
Art vorstellen, dass, als in Folge der gegenseitigen Niveauveränderung von Land
und Meer die brandende Welle des letzteren bei ihrem Vorschreiten immer höhere
Theile des Festlandes ergriff, und die bereits abgeschliffene Fläche den unter sehr
geringem Winkel sich herabsenkenden Meeresböden bildete, das fortgeführte Zer-
störungsmaterial sich unmittelbar auf diesem ablagerte, und das Gebiet der Abla-
gerung in demselben Maass landwärts wuchs, als die Abrasion nach der gleichen
Richtung vorschritt. Diese aprioristische Forderung wird vollkommen durch die
Thatsache bestätigt, dass wir am Grund der sinischen Schichtenreihe fast überall
klastische Gebilde finden. Es braucht nur an die mächtigen Sandsteine und thonigen
Schichten erinnert zu werden, mit welchen die Formation in Shantung¹) und Liaotung²)
beginnt, oder an die ähnlichen Erscheinungen im nördlichen Tshili³), am Feng-
tiau-shan im südlichen Shansi⁴) und bei Ju-tshöu in Hönan⁵). Die Verhältnisse
sind in dieser Periode so klar, dass wir, rückschliessende Vorgänge für
unsere vierte Periode voraussetzen dürfen; und in der That kennen wir mächtige
Conglomeratbildungen am Grund der Wutai-Schichten in Shansi⁶) und Quartzite am
Boden der derselben Altersstufe entsprechenden Gebilde von Liaotung⁷).

An den Ablagerungen der sinischen Periode können wir auch die Richtung
erkennen, in welcher das Meer mit seinen abschleifenden Brandungswellen in das
Land hinein vordrang. Offenbar fand diese Bewegung von Südosten nach Nord-
westen statt. Denn in Liaotung finden wir die ältesten klastischen Gebilde. Dort
knüpft sich ihre erste Entstehung an die porphyrischen Eruptivgesteine, welche
den Ausbrüchen des Koreagranites folgten⁸), und sie erreichen daselbst eine sehr
erhebliche Mächtigkeit. In Shantung sind sie im Süden sehr entwickelt und haben
geringere Mächtigkeit im Norden. In den nördlichen Theilen von Tshili und Shansi
ist die Entwickelung von Ost nach West sehr deutlich. Denn dort fanden wir im
Osten eine mächtige Reihe von Sedimenten, von den tiefsten bis zu den höchsten,
während weiter westlich die obersinischen Schichten allein vorhanden sind⁹). Auch