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0755 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 755 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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713

im südlichen Shansi beginnt die Formation mit mächtigen Sandsteinen, welche dort
das allein erhalten gebliebene Glied derselben sind¹).

Die sinische Transgression ergriff allmälig das gesammte nördliche China,
indem sie in der angedeuteten Weise einzelne Theile früher, andere später erfasste.
Wir werden im weiteren Verlauf der Betrachtung sehen, dass sie sich auch über
das südliche China erstreckte. Frei von ihr blieb die östliche Kwenlun im Süden
des Nordfusses des Fu-niu-shan und des Tsin-ling-shan, und das sich südlich daran
schliessende Gebiet.

8. Fortdauer der Abrasion und Transgression während der Perioden
des Silur und Devon.

Wir haben oben (SS. 648, 649) die Wahrscheinlichkeit erörtert, dass während
der Silur- und Devon-Perioden die in den beiden letzten Paragraphen beschriebenen
Vorgänge fortdauerten. Wir können aber doch diese Phase insofern von der vor-
hergehenden Periode trennen, als die weiten, der letzteren angehörigen Ablagerungs-
gebiete nun in so grosse Meerestiefen gelangten, dass in ihnen nur noch ein sehr
geringer fernerer Absatz stattfand, während diejenigen Regionen, welche vorher
als Festland aufgeragt hatten, jetzt von Abrasion und Sedimentbildung betroffen
wurden und den Schauplatz eines reichen thierischen Lebens bildeten. Eine schärfere
Trennung der 7ten und 8ten Periode könnte nur in einer vor Anfang der letzteren
beschleunigten Senkung des Landes begründet sein; doch fehlt es an sicherem
Anhalt zu solcher Annahme. Der von der Brandung abgeschliffene Tsin-ling-shan
und die südlich daran grenzenden Gebiete wurden jetzt mit sehr mächtigen Sedi-
menten bedeckt, die am Beginn grossentheils klastischer Natur waren, während
später Kalkstein vorherrschte.

9. Praecarbonische tektonische Umgestaltungen.

In der Devonischen Periode, oder an deren Schluss, erfolgten aber-
mals bedeutende tektonische Veränderungen, und zwar 1) eine allgemeine Hebung
des gesammten Gebietes, wodurch grosse Theile des Meeresbodens in seichtere Lagen
kamen, andere Theile als Festland trocken gelegt wurden; 2) Brüche und Ver-
werfungen im Norden des Kwenlun; 3) Faltungen am Südfuss des-
selben. Sie sind 4) von mächtigen Granitausbrüchen begleitet.

Zur Beurtheilung der Vorgänge dient wesentlich die Lagerung des Kohlenkalkes.
Entweder (1) liegt er den sinischen Schichten concordant auf, und dann lässt sich
nur eine Aenderung in der Meerestiefe annehmen; — oder (2) er lagert discordant
auf, und dies beweist eine tektonische Aenderung der sinischen Unterlage; — oder
(3) er fehlt, und die sinischen Schichten sind unmittelbar von klastischen stein-
kohlenführenden Gebilden bedeckt: in diesem Fall kann entweder eine heteropische
Ausbildung vorliegen, oder eine Trockenlegung des betreffenden Gebietes während
der Bildungszeit des Kohlenkalkes eingetreten sein; — oder (4) es fehlen überhaupt