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0756 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 756 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

marine Sedimente aus der ganzen Steinkohlenperiode, und dann ist, so weit nicht
spätere Denudation die Ursache des Fehlens ist, die Annahme einer Festlands-
periode für eine so beschaffene Gegend unabweisbar. Wenden wir diese Kriterien
auf die einzelnen Theile unseres Landes an.

a) In Tshili und im nördlichen Shansi entstand die grosse monokline Falte
des Nanköu-Gebirges in der Richtung SW—NO. Der nordwestliche Flügel wurde
staffelförmig gebrochen und verworfen und bildete fortan ein Festland¹). Der süd-
östliche Flügel blieb in einer um mehrere tausend Fuss tieferen Lage als Meeres-
boden zurück. Der gebrochene obere Rand der monoklinen Falte ist mit bedeu-
tenden Ausbruchsmassen von Granit besetzt. Das durch das Fehlen jeder Spur
von carbonischen Ablagerungen bezeichnete Festland reichte südwestlich nur bis
zum grossen Knie des Hu-to-hô, wo es abbricht; wahrscheinlich ist die west-
liche Fortsetzung der Südgrenze unter einem spitzen Winkel nach Norden verschoben.

b) Im südwestlichen Shansi entstand eine andere Bruchlinie, welche von
West nach Ost über Kiang-tshóu verläuft und ein von Carbon freies Gebiet im
Süden von dem mittleren Shansi trennt, wo die Steinkohlenformation sehr entwickelt
ist²). Auch diese Linie muss einen winkeligen Verlauf gehabt haben; denn das
Steinkohlenplateau reicht östlich um den Stock des Yö-shöng-shan herum und
erreicht im Meridian von Hwai-king-fu seine Südgrenze erst im Süden des Gelben
Flusses³).

Diese beiden Bruchränder bildeten die nördliche und die südliche Begrenzung
des Beckens, in welchem sich der Kohlenkalk von Shansi ablagerte. So erheblich
die Verschiebungen sind, welche ihnen entlang stattfanden, geschahen doch noch
andere grosse Störungen innerhalb desselben Areals, und zwar in einer gewisser-
maassen diagonalen Richtung. In erster Linie sind sie durch den 7 bis 8000 Fuss
hohen Zug des Hô-shan bezeichnet, welcher jetzt als ein zackiger Gipfelgrat das
Tafelland der Steinkohlenformation mit einem Streichen von NzO nach SzW über-
ragt⁴) und bereits als ein hoher Inselzug in dem Carbonischen Meer bestand. Die
Höhe, zu welcher der Gneiss in ihm ansteigt, macht es wahrscheinlich, dass die
Anfangsstadien seiner Bildung einer sehr viel früheren Zeit angehören, während
die Betheiligung der sinischen Formation an seiner Zusammensetzung beweist, dass
seine Ausbildung in der Form, welche er jetzt besitzt, in die Zeit der hier erörterten
grossen tektonischen Störungen fällt. Granit nimmt an seiner Zusammensetzung
theil. Der Zug steht nicht ganz vereinzelt da. Denn am Ostrand des Plateau's
von Shansi fanden wir in dem Hsi-ping-shan und Fông-lung-shan bei Hwô-lu-hsien
die sinische Formation noch einmal mit ähnlichem Streichen und in gestörter
Lagerung auftretend⁵). Ich werde unten (s. die 15te Phase) nachzuweisen suchen,
dass seine Bildung nicht dieser, sondern einer sehr viel späteren Periode zuzu-
schreiben ist. Dagegen gehört vielleicht hierher der Yang-shan bei Peking⁶). —