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0759 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 759 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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11. Ablagerung steinkohlenführender klastischer Gebilde über
dem Kohlenkalk: dritte Phase der Abrasion und Transgression.

Allenthalben ist der Kohlenkalk von klastischen Sedimenten überlagert, welche
wenigstens zum Theil dem Carbonischen Zeitalter angehören, und in vielen Regionen
wo er fehlt, sind diese allein vorhanden. Ob er in dem letzteren Fall durch einen
Theil von jenen ersetzt wird, lässt sich gegenwärtig nicht erweisen; jedenfalls ist
im grossen Ganzen, gerade wie in anderen Theilen der Erde, der Kalkstein das
ältere Formationsglied. Schon an seiner oberen Grenze wechsellagert er stellen-
weise mit klastischen Sedimenten, indem ihm erst dünne Lagen von Schiefern ein-
geschichtet sind, und er höher hinauf selbst noch sporadisch einzelne Zwischenlagen
in den thonigen und sandigen Ablagerungen bildet. Wo dies der Fall ist, kommen
Eisenerze oft in grosser Anhäufung vor. An anderen Stellen, wie im Westen von
Peking¹), setzt der Kalkstein ohne Unterbrechung bis zu seiner obersten Grenze
fort, um dann den klastischen Sedimenten die aufbauende Rolle ausschliesslich zu
überlassen. Organische Reste haben wir an vielen Orten im nördlichen China ange-
führt, und wir werden sie an einigen Stellen der südlichen Provinzen noch kennen
lernen. Der Kalkstein schliesst in der Regel eine marine Fauna ein. Die dem-
selben eingelagerten Schieferschichten, welche in der Regel Seinkohle führen, ent-
halten ebenfalls häufig marine Formen, wie bei Tshan-tien²) und San-tiau-hö³); an
anderen Stellen finden sich darin Landpflanzen, wie wir es an einigen Localitäten des
südlichen China beobachten werden. Die klastischen Sedimente über der Hauptmasse
des Kalksteins sind in ihrem untersten Theil vorwaltend schlammige Schieferthone
und thonige Sandsteine; die ersteren umschliessen Kohlenflöze und führen in der
Regel Landpflanzen, während in den einzeln eingeschalteten Kalkbänken die marine
Fauna wiederkehrt⁴). Weiter hinauf tritt der schlammige Charakter zurück; es
herrschen thonige Sandsteine, die zuweilen mit groben Psammiten wechseln; orga-
nische Reste fehlen; und häufig findet sich als Schluss eine Decke von groben
Conglomeraten. In den Fällen endlich, wo gar kein Kalkstein vorhanden ist, be-
ginnt die Formation oft mit sehr groben Conglomeraten, denen dann theils sandige
und theils thonschieferige Sedimente mit Kohlenflözen folgen.

Die physischen Zustände, welche sich aus diesen in auffallendster Weise in
den meisten Verbreitungsgebieten der Steinkohlenformation wiederkehrenden Ver-
hältnissen ableiten lassen, sind eigenthumlicher Art und haben kein Analogon in
denen, welche sich für irgend eine frühere Periode in China annehmen liessen.
Gehen wir noch einmal auf den Kohlenkalk zurück, so gibt er, wenn man seine
Verbreitung und wechselnde Mächtigkeit in Betrachtung zieht, das Bild einer Ab-
lagerung, welche ausnehend wirkte und wenigstens gegen das Ende hin in einem
seichten, zuweilen in seinem Niveau oscillirenden Meer zur Ablagerung kam. Es
deuten darauf die Einschaltungen von Steinkohle, mit oder ohne Reste von Land-