国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0761 |
China : vol.2 |
| 中国 : vol.2 |
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steinen hervor, welche zwischen die Schieferthone gelagert sind. Sie können nur
an solchen Stellen, wo sie sich in der Nähe des damaligen Festlandes absetzten,
auf fluviatile Anschwemmungen zurückgeführt werden. Zum weitaus vorwaltenden
Theil bezeichnen sie schon in ihren ersten Schichten, und noch vielmehr in den
höheren Theilen, ein Sinken des Landes und ein zerstörendes Eingreifen der vor-
rückenden Brandungswellen in die bestehenden Festländer. Erst geschah dasselbe
noch oscillatorisch, dann continuirlich.
Hiermit erst treten wir ganz in unsere elfte Phase ein. Für diejenigen Theile
der in Rede stehenden Länder, wo der Kohlenkalk vorhanden ist, ist es eine Zeit
fortdauernder concordanter Ablagerung; dagegen ist es eine Periode
der Transgression für grosse Theile jener Gebiete, welche bisher als Festländer
aufgeragt hatten. Hier haben wir entweder nur klastische Gebilde, welche mit groben,
der Abrasionsfläche unmittelbar auflagernden Conglomeraten beginnen, dann aber
feinkörniger werden und Steinkohle führen; oder es treten im unteren Theil auch
noch Kalksteine von geringer Mächtigkeit auf. Die allgemeine Verbreitung der
klastischen Sedimente über den ganzen Bereich der damaligen Meeresbedeckung,
weist auf eine ausserordentliche Gleichförmigkeit der Zustände in allen Theilen des-
selben hin. An allen Küsten nagte das Meer. Die gröbsten Zerstörungsproducte
wurden auf den zuletzt versenkten Theilen der Abrasionsfläche unmittelbar abge-
lagert, während Sand und Schlamm weiter getragen wurden. Mit ihnen wurde der
überall seicht liegende Meereboden, in dem Maass als er sich senkte, erhöht.
Man ist bei der Beobachtung dieser klastischen Sedimente oft geneigt, die Fort-
schaffung und Ablagerung derselben durch grosse Ströme anzunehmen; allein abge-
sehen von der allenthalben herrschenden Gleichmässigkeit spricht dagegen die
deutlich erkennbare Abrasion der Gebirgsländer. Sie ist allerdings sehr viel gerin-
ger und unvollkommener als diejenige, welche vor Eintritt der sinischen Periode
stattgefunden hatte; doch mag sich dies dadurch erklären, dass die Senkung
ausserordentlich langsam geschah, und das Meer durch die Fortdauer der Nieder-
schläge stetig seicht erhalten wurde, daher die Brandung vielleicht an vielen Stellen
geringe Wirkung hatte und mehr Unebenheiten bestehen liess, als wo sie mit voller
Kraft an einer Steilküste arbeitete. Mag auch die Zuführung von Zerstörungsmaterial
noch so sehr durch Flüsse unterstützt worden sein, so halten wir doch die marine
Abrasion für das Hauptagens in der Zeit der klastischen Sedimente der Stein-
kohlenformation.
Es ist, als sei der Zustand, nach welchem, als einem unerreichbaren, stets in
neue Fernen gerückten Endziel, alle Vorgänge der Abtragung der Festländer und
der Ablagerung in den Meersbecken fortdauernd gerichtet sind, nämlich die allge-
meine Nivellirung, für den jetzt als China bekannten Theil der Erdoberfläche (und
gleichzeitig für viele andere Theile derselben) so vollkommen erreicht worden, wie
kaum zu einer anderen Zeit der Erdgeschichte, wenn auch manche hohe Gebirge
der Abschleifung Widerstand leisteten und bestehen blieben.
Die Wichtigkeit, welche der die Hauptmasse der Steinkohle führenden Forma-
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