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0763 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 763 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

zum Carbon reichenden Schichtgebilde der Gegend zwischen Ning-yuën-tshóu und
Tshau-tien concordant ablagerten, durch eine breite und tiefe, langgezogene Mulde
getrennt war, in welcher sich die klastischen Zerstörungsproducte der benachbarten
Gebirge in einer sehr bedeutenden, oben (S. 587) auf 20,000 Fuss angegebenen
Mächtigkeit, wahrscheinlich während einer fortdauernden Senkung des Bodens, nieder-
schlugen. Die Mulde erinnert an diejenige, welche in der Eocänperiode nördlich
vom Himalaya am oberen Indus mit nummulitenfuhrenden Schichten von grosser
Mächtigkeit erfüllt wurde.¹) Aehnliche Verhältnisse bietet die Steinkohlenformation
in keinem anderen Theil von China; aber wir befinden uns am Tsin-ling-shan
überhaupt in dem Gebiet der gewaltigsten und am meisten eigenartigen tektonischen
Vorgänge. Erst in der zweiten Hälfte der Steinkohlenperiode, als die Transgression
in einem Theil der Nordhälfte des Tsin-ling-shan stattfand, scheinen auf dem
Raum der Südhälfte die Verhältnisse sich denen, wie sie allgemein herrschten, ähn-
lich gestaltet zu haben. Die Steinkohlenfloze²) gehören diesem oberen Theil an.
c. Der Raum, welcher durch Faltung zu dem jetzigen Gebirgsland von Tshau-
tien zusammengeschoben ist, war durch die tektonischen Bewegungen am Schluss
des devonischen Zeitalters nicht betroffen worden. Hier folgen Silur, Devon,
Kohlenkalk und klastische Sedimente der Steinkohlenformation normal übereinan-
der³). Die letzteren sind grösstentheils fortgeführt; ein Kohlenflöz fanden wir nur
in dem oberen Theil des Kalksteins⁴).
d. Das Westliche Shantung zeichnet sich durch Reichthum an Steinkohle
aus. Sie findet sich theils, wie bei I-tshön-fu⁵), in den auf ein oscillirendes
Meeresniveau deutenden Grenzschichten zwischen Kohlenkalk und klastischen Ab-
lagerungen, während sie an anderen Orten, wie bei Po-shan-hsien⁶), ebensowohl in
diesen als in höheren Schichten vorkommt und bei Wei-hsien⁷) auf die klastischen
Sedimente beschränkt ist. Allenthalben ist die Lagerung concordant mit der des
Kohlenkalkes; aber an der obern Grenze des letzteren finden sich die eben erwähnten
Spuren einer Unterbrechung des Absatzes durch Zerstörung von Theilen des Fertig-
gebildeten.
e. Die Stellung des Oestlichen Shantung zu den Vorgängen in der Stein-
kohlenperiode lässt sich nicht erkennen. Entweder ist es von Ablagerungen in
derselben frei geblieben, oder diese sind durch Erosion mindestens zum grössten
Theil wieder entfernt worden.
f. In Liautung ist die Concordanz der Schichtung zwischen den sinischen
Gebilden und denen der Steinkohlenformation weniger vollkommen als im westlichen
Shantung. Die durch die ersteren gebildete Unterlage hatte erhebliche Uneben-
heiten. Daher ist die Entwickelung in den verschiedenen Theilen des verhältniss-
mässig kleinen Gebietes verschieden. Im Allgemeinen findet sich die gewöhnliche