国立情報学研究所 - ディジタル・シルクロード・プロジェクト
『東洋文庫所蔵』貴重書デジタルアーカイブ
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| 0764 |
China : vol.2 |
| 中国 : vol.2 |
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Zweitheilung in Kohlenkalk und klastische Gebilde, wie bei Wu-hö-shui¹) und Ponn-
hsi-hu²); auch kommt an ersterem Ort an der Grenze der beiden Abtheilungen ein
mächtiger Schichtencomplex vor, welcher in der vorher (S. 718) angedeuteten Weise
auf Niveauschwankungen deutet, indem Schieferthon, Kieselschiefer und Sandsteine
mit einzelnen Kalksteinbänken wechseln. Die Steinkohle folgt unmittelbar über
diesem Niveau. Bei Ponn-hsi-hu liess sich ein solcher Wechsel nicht erkennen.
Dagegen fehlt bei Sai-ma-ki³) der Kohlenkalk. Dort beginnt und endigt die For-
mation mit klastischen Gebilden, denen die Flöze eingelagert sind; doch treten
auch stellenweis Kalksteinbänke auf⁴). Die sporadischen Vorkommen der Stein-
kohlenformation am Tang-hö⁵) und bei Hsiau-sörr⁶) zeigen die unmittelbare Auf-
lagerung klastischer carbonischer Schichten auf Sinischem Kalk, während sie am
Tsi-tsze-hö⁷) auf noch älteren Quarziten ruhen. Ueber dem Niveau der Flöze folgen
Sandsteine und Conglomerate bei Sai-ma-ki und Ponn-hai-hu, dagegen sehr mächtige
rothe Sandsteine im Thal des Pu-tau-hö, wo sie den Berg Sé-fang-la-tszé auf-
bauen⁸).
g. Die sporadischen Auflagerungen steinkohlenführender Gebilde in Liau-hsi
hatte ich nicht Gelegenheit kennen zu lernen. Im Oestlichen Tshili liegen
bei Shi-nionn-tsai klastische Gebilde des Carbon unmittelbar und anscheinend
gleichförmig auf Sinischem Kalkstein⁹), während weiter westlich bei Kai-ping¹⁰) der
Kohlenkalk mächtig entwickelt ist. An seiner oberen Grenze finden sich Dolomite
in Verbindung mit Thon und Eisenerzen, ähnlich wie bei Po-shau-hsien; doch habe
ich die Einlagerung der letzteren in grosshohligen Auswitterungen des Dolomites nicht
beobachtet. Darüber folgen dann klastische Sedimente, welche in ihrem unteren Theil
mehrere Kohlenfloze führen und eine sehr bedeutende Mächtigkeit erreichen.
h. Westlich von Peking fanden wir in der Kohlenmulde von Tshai-tang
eigenartige Verhältnisse¹¹). Während nordwestlich vom Nankóu-Gebirge keine Spur
von Steinkohlenformation nachweisbar ist, ist hier nicht nur der Kohlenkalk in der
ungewöhnlichen Mächtigkeit von 5500 Fuss entwickelt, sondern unter und über
ihm lagern noch bedeutende, dem Carbon zugehörige Schichtencomplexe. Betreffs
der tieferen, nämlich der (unter 1 bis 3, S. 296, genannten) Schiefer und Sand-
steine, ist dieses Alter zwar nicht nachweisbar; aber die Concordanz der Lagerung
dieser Gesteine mit dem Kohlenkalk macht es wahrscheinlich, dass hier, nach der
Bildung der grossen monoklinen Falte des Nankóu-Gebirges¹²), zunächst ein Ab-
satz klastischer Gebilde in dem dieselbe unmittelbar begrenzenden tiefen Meer
stattfand, und darauf erst kalkige Niederschläge folgten. Ueber diesen lagern dann
die Schichten der Meiling-Gruppe¹³), welche unzweifelhaft carbonischen Alters sind
und durchwegs aus klastischem Material, aber in grosser petrographischer Mannig-
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