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0766 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 766 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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OCR読み取り結果

Aufschwellung in der Nordhälfte des Gebirges statt und zugleich ein Druck gegen
Süden, welcher Ueberschiebung hervorbrachte. Die Bewegung war gleichsinnig
mit derjenigen, durch welche am Schluss der Devonischen Periode am Tsin-
ling-shan die grosse Längsverwerfung von Fong-hsien¹) entstanden war. In
diesem Theil des östlichen Kwenlun waren jetzt die Störungen und weiteren Zu-
sammenschiebungen erheblich. In der Nordhälfte des Gebirges sind die stein-
kohlenführenden Schichten, deren Carbonisches Alter wir wahrscheinlich zu machen
suchten, gebogen und zum Theil metamorphosirt. Der letztere Umstand deutet
auf die grosse Mächtigkeit der Sedimente, unter deren Druck die Biegungen
geschahen, und gibt einen neuen Beleg für die Massenhaftigkeit der Schichten, als
deren letzte Ueberreste wir die sporadischen Kohlenvorkommen auf dem nördlichen
Tsin-ling-shan zu betrachten haben. Diese Reste sitzen dem Gebirge in bedeu-
tenden Meereshöhen auf. Da sich auf dem nördlich vorliegenden Tafelland die
gleichaltrigen Sedimente in weit tieferen Lagen befinden, so muss eine Niveauver-
schiebung stattgefunden haben; das heisst, die alte Kwenlun-Linie bildete aufs
Neue eine Grenzscheide tektonischer Bewegungen; und während ein allgemeines
Aufsteigen des Landes das charakteristische Merkmal dieser Zeit ist, geschah süd-
lich von jener Linie ein höheres Anschwellen als nördlich von ihr; dasselbe war im
Tsin-ling-shan wie im Fu-niu-shan mit einem inneren, von Nord nach Süd gerichteten
Zusammenschieben verbunden.

b. Im Südlichen Tsin-ling-shan manifestirten sich auch jetzt die inneren
Bewegungen in faltigem Zusammensinken, womit ein bedeutendes, von
Norden nach Süden gerichtetes Zusammenschieben verbunden war. In Folge des
ersteren befinden sich die jetzt sichtbaren Theile der Carbonischen Gebilde hier in
einem um mehrere tausend Fuss tieferen Niveau als im nördlichen Theil des Ge-
birges, und reichen jedenfalls in weitere sehr beträchtliche Tiefen hinab; in Folge
der seitlichen Stauung sind sie bei Wu-kwan²) in faltige Lage, bei Pin-tshong-hsien³)
in nahezu saigere Stellung gekommen. So tief die Mulden der steilen und isoklinen
Faltungen hinabreichen, so hoch müssen die Sättel über das jetzige Niveau empor-
geragt haben. Es ist dies, wie gesagt, der Schauplatz der bedeutendsten tekto-
nischen Bewegungen, welche in ganz China stattgefunden haben. Auch Silur und
Devon befinden sich (die Richtigkeit unserer früheren Schlussfolgerungen⁴) voraus-
gesetzt) in ganz senkrechter Stellung; sie wurden unter dem Druck der ungeheu-
ren, über ihnen gefalteten Massen des Kohlengebirges, und bei gleichzeitiger
Injection granitischen Magma's, in Gneiss und krystallinischen Kalkstein verwandelt.
So erhielten die Gesteine ihre Härte und ihre Widerstandsfähigkeit gegen zerstörende
Agentien; und wenn auch der Betrag der Denudation hier ein besonders grosser
gewesen ist, so ragt doch das, was übrig geblieben ist, noch immer als mächtiges
Gebirge auf. Das Anschieben von Synklinorien an Gebirge und ihre Aufstauung
zu Theilen derselben findet an wenigen Stellen eine so glänzende Bestätigung. Ein