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0767 China : vol.2
China : vol.2 / Page 767 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000260
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erstes Synklinorium wird durch die später metamorphosirten Silur- und Devon-
Schichten dargestellt. Auf den abgeschliffenen Köpfen ihrer damals wahrscheinlich
weniger stark geneigten Schichten lagerte sich in der Carbonzeit ein zweites mäch-
tiges Schichtensystem ab, und nirgends erreichte diese Formation eine so grosse
Mächtigkeit. Dann wird das erste System noch weiter zusammengeschoben und
das zweite zu ebenfalls beinahe senkrechtem Schichtenbau gefaltet, und zwar in
einer Richtung (WSW—ONO), welche einen erheblichen Winkel zu dem Kwenlun-
Streichen bildet.

c. Die südlich angrenzenden Regionen erfuhren Faltung nach der
Richtung WSW—ONO und südwärts gerichtete Ueberschiebung, wie oben (SS. 593
—603 und 617—623) ausführlich dargestellt worden ist.

d. Im Nördlichen Hônan fand Schollenverwerfung statt, begleitet von
Eruptionen verschiedener Massengesteine. Es gehören hierher die Porphyre am
Nordrand des Fu-niu-shan¹), sowie die basischen Eruptivgesteine des Kohlen-
feldes zwischen Lu-shan und Fu-tshôu, des Woun-tshi-shan und anderer Gebirge²).
In den Verwerfungslinien herrscht das Kwenlun-Streichen; entlang jeder von ihnen
geschicht Emporhebung des nördlichen oder Versenkung des südlichen Flügels;
alle Schollen sind nach Norden geneigt³). Eine fernere Meresbedeckung ist nicht
nachweisbar.

e. Im Westlichen Shantung setzten die früher begonnenen Schollebe-
wegungen fort. Die Verwerfungslinien folgen keiner bestimmten Streichrichtung,
sondern sind eigenthümlich radial angeordnet, während kleinere Brüche die Radial-
schollen gliedern⁴). Auch hier ist in jedem einzelnen Fall der Nordflügel gehoben,
der Südflügel gesenkt, und alle Schollen haben eine nördliche Neigung. Abge-
sehen von diesem Verwerfungsgesetz, welches den verwickelten Gebirgsbau im
nördlichen Theil des westlichen Shantung beherrscht, wird durch eine andere Ver-
werfung, die von West nach Ost über I-thou-fu geht, das ganze Land in zwei
Hälften getrennt⁵). In der nördlichen geschehen fernere, einem nicht bestimm-
baren Zeitalter angehörende Ablagerungen in einzelnen geschlossenen Becken; die
südliche ist einer unmittelbar fortschreitenden Sedimentbildung unterworfen, welche
durch den gleichzeitigen Ausbruch von Porphyren charakterisirt wird⁶).

f. Im Oestlichen Shantung vermochte ich nicht tektonische Bewegungen
aus dieser Periode nachzuweisen, da ich die Formationen, an denen sie erkennbar
sein würden, nicht beobachtete. Doch stehen mit den allgemeinen Ereignissen der
Zeit vielleicht die Porphyre und porphyrischen Sedimente in Zusammenhang, welche
sich am Weg von Tshifu nach dem Ai-shan finden.

g. In Liautung schliesst die Steinkohlenperiode mit porphyrischen Ausbrüchen,
die sich in den Prophyrconglomeraten von Fonu-hsi-hu⁷) zu erkennen geben. Es
fehlt an Spuren fernerer Meresbedeckung.