National Institute of Informatics - Digital Silk Road Project
Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
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bis in die Nähe der Küste, oder doch in das ebene Land hinein sich erstrecken,
theils mächtige, aber vielfach unterbrochene Vormauern gegen das Steppenland hin
bilden¹), demselben Zeitalter angehören, oder, wie andere Porphyre, am Schluss
der Carbonischen Periode aufgestiegen sind. Die Hauptklüfte, in denen sie aus-
brachen, sind der Küste parallel gerichtet; andere scheinen sich gegen die letztere
hin rechtwinklig abzuzweigen. Man darf daraus entnehmen, dass sie mit tektonischen
Vorgängen in Zusammenhang stehen, welche in hohem Grad bestimmend für die
Gestalt dieser Küste und des anliegenden Landes gewesen sind. Es ist nicht
unwahrscheinlich, dass der Beginn dieser Bewegungen in die gleiche Periode mit
den Porphyrausbrüchen von Tshai-tang fällt.
Dies sind die wenigen Thatsachen, welche ich hinsichtlich der tektonischen
Vorgänge, die im nördlichen China während dieses Zeitalters stattfanden, zusam-
menzustellen vermag. Sie reichen hin, um die Vermuthung zu begründen, dass
an der Nordgrenze von China, gegen die Mongolei hin, und wahrscheinlich auch
in dieser selbst, periodische Umgestaltungen geschahen, welche die heutige Plastik
vorbildeten.
15. Bildung des Bruchbeckens der Grossen Ebene.
Die Grosse Ebene von China ist ein Theil eines ausgedehnten Einbruchskes-
sels, auf dessen Boden an mehreren Orten vulcanische Thätigkeit stattgefunden hat.
Der Kessel ist bis zu einem gewissen, von Westen nach Osten abnehmenden
Niveau mit Schwemmland erfüllt. Dieses reicht an die Ränder hinan wo sie hoch
sind, und greift über sie hinweg wo sie unter jenem Niveau bleiben. Aus dem
Schwemmland erheben sich einige Bergländer, insbesondere das Hwai-Gebirge und
das Gebirgsland von Shantung, mitten heraus. Sie sind aufragende Theile des
Senkungsfeldes. Wir erörtern hier nur den tektonischen Vorgang, um uns erst
im 17ten Abschnitt den Ausfüllungsprocessen zuzuwenden.
Am schärfsten ist der Westrand des Bruchbeckens bezeichnet; wir betrachten
erst diesen, dann den östlichen und nördlichen Rand und werden schliesslich
einen Blick auf die aufragenden Gebirge werfen. In Betreff des Sudrandes müssen
wir auf die Beschreibungen im nächsten Band verweisen; er wird an mehreren
Stellen vom Yangtsze oberhalb Kiu-kiang berührt und erweist sich als eine mit Schlep-
pung verbundene Verwerfung.
Westliche Begrenzung. — Eine langgezogene Linie schneidet im Westen
die Ebene von continuirlichem Gebirgsland ab²). Es wurde oben (S. 727) gesagt,
dass das letztere einst ebenmässig nach Osten fortsetzte, und wir kommen auf
einige darauf bezügliche Argumente sogleich zurück. Wir haben es daher mit einer
sehr beträchtlichen Dislocation zu thun. Denn es ist z. B. östlich von dem
Abfall parallelen Linie Tshonn-ting-fu — Wei-hwei-fu ein dem Plateau von Shansi an
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