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0778 China : vol.2
中国 : vol.2
China : vol.2 / 778 ページ(白黒高解像度画像)

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doi: 10.20676/00000260
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Nördliche Begrenzung. — An der Nordseite der Grossen Ebene und des
Inneren Gelben Meeres sind die Verhältnisse weniger einfach, weniger klar und
mir nur in geringem Grad bekannt. Im Nordwesten greift die Bucht von Peking
tief in das zonal angeordnete, nach der sinischen Richtung streichende Gebirge
ein, bis an den Südostrand des Nankóu-Gebirges heran. Wir haben ihre Gestaltung
an einer anderen Stelle betrachtet¹) und kamen zu dem Resultat, dass der erste
Einbruch des granitischen Höng-shan-Zuges vor der Steinkohlenperiode geschah, und
dadurch die Gegend von Peking und Tshai-tang in Verbindung mit dem Kohlen-
meer von Kai-ping kam, dass aber tektonische Bewegungen dort nachträglich fort-
gedauert haben.

Oestlich von der Bucht glaubten wir (oben S. 326) die Fortsetzung der im
Westen abgebrochenen Züge zu erkennen, z. B. im Pan-shan und dem ihm im
Osten folgenden sinischen Gebirgsland des Niau-ting-shan²).

Die Grenze der Ebene springt nun gegen Süden vor, indem sie bei Kai-ping
einen Winkel bildet. Hier lernten wir einen Zug von Kohlenkalk und productiver
Steinkohlenformation, nebst mächtigen überlagernden Sandsteinen kennen, welcher
das im nördlichen China seltene Beispiel einer Faltung bietet, allerdings einer
solchen, welche der Gestalt der monoklinen Falte nahe kommt. Aber doch ist
der südliche Flügel steil gestellt³). Es hat also ein mit Schleppung verbundenes
Hinabsinken stattgefunden. Die oben (Abschnitt 14,) angedeutete Beziehung zu
den Porphyrausbrüchen macht es wahrscheinlich, dass diese Bewegungen zur Zeit
derselben mindestens begonnen haben, um vielleicht durch spätere gleichsinnige
Vorgänge eine grössere Amplitude zu erreichen.

Weiter östlich fehlt es an Anhaltspunkten zur Beurtheilung der tektonischen
Verhältnisse an der Nordgrenze des Senkungsfeldes; wir vermögen nur dessen Existenz
zu constatiren.

Gebirge innerhalb des Senkungsfeldes. — Von der ausgedehnten
Verwerfungslinie, welche das Bruchfeld im Westen begrenzt, dehnt sich die Grosse
Ebene unübersehbar nach Osten aus. Nur dort, wo der Fu-niu-shan plötzlich sein
östliches Ende erreicht, kommt man, gegen Osten vorschreitend, bald wieder zu
Gebirgsland. Es ist das Hwai-Gebirge, welches wir bei einer früheren Betrach-
tung als die aus der Versenkung aufragende Fortsetzung des östlichen Kwenlun
gedeutet haben⁴). Es bildet also einen Bestandtheil des Bruchfeldes und ist später
von Schwemmland im Norden, Westen, Osten und in grossen Theilen seines Süd-
randes umhüllt worden. Nur an einigen Stellen des letzteren, wo sich Faltungs-
züge mit dem sinischen Streichen (SW—NO) an dasselbe heranziehen, ist das
Schwemmland unterbrochen.

Durch weites Flachland getrennt, erhebt sich weiter nördlich aus der Ebene
das Gebirgsland von West-Shantung, welches an dem eben erörterten östliche