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0780 China : vol.2
China : vol.2 / Page 780 (Grayscale High Resolution Image)

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doi: 10.20676/00000260
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massen auf. Insbesondere sind dieselben entlang der oben bezeichneten, von NNO
nach SSW gerichteten Linie vertheilt, welche das Bruchfeld der Grossen Ebene
im Osten begrenzt. An einigen Stellen derselben häufen sie sich; in anderen
Strecken fehlen sie; auch fügen sich secundäre Linien nach Westen hin an die
Hauptlinie an; im Osten der letzteren ist mir von vulcanischen Erscheinungen nichts
bekannt. Lassen wir die Gegend von Mergen ausser Acht, welche wegen
Mangels an Beobachtungen in der Zwischenregion noch zu isolirt dasteht, so finden
wir das nördlichste Vulcangebiet im Becken des Liau in der südlichen
Mantschurei. Hier tauchen vulcanische Berge in Gestalt einzelner Kuppen aus dem
Schwemmland auf und begleiten in grosser Zahl den östlichen und nördlichen Rand
der Ebene. Nur wenige von ihnen konnte ich in der Nähe beobachten¹); es
zeigten sich verschiedenartige Gesteine, sowohl basische als saure, vertreten.
Andere erblickte ich in der Ferne nördlich und nordöstlich von Mukden²); und
Williamson erwähnt einer grösseren Gruppe von Kuppen am Ostrand, wo auch
heisse Quellen vorkommen³). Vermuthlich sind Anhäufungen von vulcanischem
Gestein in viel grösserer Masse unter dem Schwemmland verborgen.

Schreiten wir südwärts fort, so gelangen wir über den vereinzelten Punkt Fort
Head bei Fu-tshóu⁴), wo basaltische Tafeln weit ausgebreitet liegen, nach der
umfangreichen Gruppe basaltischer Tafelberge in den Miau-tau-Inseln und der
Umgegend von Tong-tshóu-fu in Shantung⁵). Sie sind offenbar nur die übrig
gebliebenen Reste einer grösseren basaltischen Decke. Die Lage ist bemerkens-
werth, da hier die grosse in Betracht stehende Bruchlinie mit einer anderen zusam-
mentrifft, welche das östliche Shantung im Norden begrenzt.

Eine ähnliche Beziehung hat die nächstfolgende Gruppe, welche, so weit ich
sie an meinem Reiseweg kennen lernte, unmittelbar an der Hauptverwerfungskluft
beginnt und von ihr aus westwärts fortsetzt, dem Nordrand von West-Shantung
folgend. Sie begreift die vulcanischen Eruptivgesteine und Tuffe im Osten von
Wei-hsien⁶), und die umfangreiche, durch zahlreiche Kegelberge ausgezeichnete
Gruppe in der Bucht von Tsing-tshóu-fu⁷). Ausser Basalten und Doleriteu finden
sich in dieser Gegend auch Trachyte.

Ausserdem sind vulcanische Gesteine an der Scheidelinie des östlichen und
westlichen Shantung nicht bekannt. In dieser Strecke hat die Verwerfungskluft eine
genau nordsüdliche Richtung. Schreiten wir von ihrem Südende wieder in süd-
südwestlicher Richtung weiter, so kommen wir zu dem Vulcangebiet von
Nauking, wahrscheinlich dem ausgedehntesten in der Grossen Ebene. Man sieht
nordöstlich von Nanking aus dem flachen, nur mit einer Lössterrasse bedeckten
Land eine Anzahl schön geformter Kegel aufsteigen. Sie sind das südliche Ende
eines vulcanischen Gebietes, dessen Ausdehnung durch eine mehrfach von Niede-
rungen unterbrochene, stellenweise von einzelnen Bergen überragte, gegen Nord-